Neuer Fünfzig-Euro-Schein - So sieht er aus

08.04.2017, Redaktion Anwalt-Suchservice / Lesedauer ca. 3 Min. (101 mal gelesen)
Neuer Fünfzig-Euro-Schein - So sieht er aus © Rh - Anwalt-Suchservice

Ab 4. April 2017 gibt es neue 50-Euro-Scheine. Sie sollen sicherer vor Fälschungen sein. Wir haben bereits ein Exemplar ergattert.

Am 4. April 2017 hat die Ausgabe neuer 50-Euro-Scheine begonnen. Eine Reihe verbesserter Sicherheitsmerkmale sollen Fälschern das Leben schwer machen. Denn gerade der 50-Euro-Schein wird oft gefälscht.

Die Europäischen Notenbanken wollen die neuen Scheine schrittweise in Umlauf bringen. Alte Scheine behalten zunächst ihre Gültigkeit. Verbraucher sollten sich jedoch über die neuen Sicherheitsmerkmale informieren, damit ihnen keine “Blüten” angedreht werden.

Warum werden neue Scheine ausgegeben?


Seit 2013 führen die europäischen Notenbanken schrittweise die “Europa”-Banknotenserie ein. Benannt ist diese nach der Figur Europa aus der griechischen Mythologie. Sie ist in den Wasserzeichen und Hologrammen der neuen Banknoten abgebildet. Nach den 5-Euro, 10-Euro und 20-Euro-Scheinen folgt nun der 50-Euro-Schein. Die neue Banknotenserie weist mehrere verbesserte Sicherheitsmerkmale auf. Der 50-Euro-Schein ist dabei besonders wichtig: Er ist nicht nur der am Häufigsten benutzte Geldschein, sondern auch der Meistgefälschte. Etwa 60 Prozent aller in Deutschland gefundenen Fälschungen waren bisher Fünfziger.

Wie unterscheidet sich der neue Schein vom alten?


Kippt man den Schein beim Betrachten, erscheinen im senkrechten silbernen Streifen auf der Vorderseite die Wertangabe, das Hauptmotiv (ein Architekturelement), und das Euro-Zeichen. Hält man den Schein gegen das Licht, wird das sogenannte Portraitfenster im silbernen Streifen durchsichtig, und es erscheint ein Portrait der Figur Europa. In der hellen Fläche über der Zahl 50 auf der linken Seite des Scheins werden beim Gegen-das-Licht-Halten die Portrait-Wasserzeichen sichtbar: Ebenfalls ein Portrait der Europa, das Architekturmotiv sowie die Wertzahl der Banknote. Links unten auf der Vorderseite des Scheins findet sich die Zahl 50 als “Smaragdzahl”. Kippt man den Schein, wandert auf der Zahl ein Lichtbalken auf und ab, der seine Farbe von smaragdgrün zu tiefblau ändert, je nachdem, in welchem Winkel man darauf blickt. Die Grundfarben des Scheins sind beibehalten worden. Dies gilt auch für die bisherigen Sicherheitsmerkmale wie etwa den senkrechten Sicherheitsfaden, der ins Papier eingewebt ist. Dieser ist von beiden Seiten als dunkler Streifen erkennbar, in dem mehrfach das Euro-Zeichen und die Zahl 50 erscheinen.

Wie lange sind die alten Scheine noch gültig?


Die alten Scheine werden nun nach und nach über die Banken aus dem Verkehr gezogen. Sie behalten aber bis auf Weiteres ihre Gültigkeit. Ein Termin, zu dem die erste Euro-Banknotenserie ihre Gültigkeit verliert, ist noch nicht bekannt. Dieser wird aber lange im voraus veröffentlicht werden. Laut Bundesbank können die alten Banknoten unbefristet gegen neue eingetauscht werden.

Was tun, wenn man Falschgeld erhalten hat?


Wer Falschgeld in die Hände bekommt, sollte dieses unbedingt der Polizei übergeben. Es darf auf kleinen Fall wieder in Umlauf gebracht werden. Ersatz gibt es für Falschgeld nicht. Falsche Münzen können übrigens direkt per Post an die Falschgeldstelle der Bundesbank geschickt werden.

Was passiert, wenn ich falsches Geld einfach wieder ausgebe?


Jede Weitergabe von Falschgeld ist strafbar, auch wenn man selbst nicht der Geldfälscher ist. Dies gilt auch für die Rückgabe an denjenigen, von dem man es bekommen hat. Auf das Inverkehrbringen von Falschgeld stehen nach § 147 Strafgesetzbuch eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe. Auch der Versuch ist strafbar. Allerdings ist Vorsatz erforderlich. Das bedeutet: Wer gar nicht merkt, dass er Falschgeld ausgibt, macht sich auch nicht strafbar.