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Versicherungen und Arbeitgeber sind von Natur aus neugierig und wollen so viel wissen wie möglich – auch zur Gesundheit. Aber welche Gesundheitsfragen dürfen sie stellen, welche Gesundheitsfragen muss man beantworten und wann darf man sogar lügen?

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Infos zum Thema Gesundheitsfragen

Was sind Gesundheitsfragen?

Gesundheitsfragen sind Fragen, die sich auf die Gesundheit beziehen. Gesundheitsfragen werden vor allem von Versicherungen oder Arbeitgebern z. B. bei einem Vorstellungsgespräch gestellt. Versicherungen versuchen mithilfe der Beantwortung von Gesundheitsfragen das Risiko für einen Versicherungsfall zu kalkulieren. Denn Vorerkrankungen wie z. B. Herzinfarkt, Epilepsie oder Diabetes können das Risiko, dass es zu einem Versicherungsfall kommt, deutlich erhöhen. Gesundheitsfragen sollen diese Risikofaktoren für die Versicherungen aufdecken, bevor ein Versicherungsvertrag abgeschlossen wird.

Welche Versicherungen nutzen Gesundheitsfragen?

Gesundheitsfragen legen also potenzielle Risiken offen. Hauptsächlich werden Gesundheitsfragen von privaten Versicherungen wie der Krankenversicherung, Krankenzusatzversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) oder Lebensversicherung genutzt. Als private Versicherungen sind diese nämlich nach dem Grundsatz der Vertragsfreiheit nicht verpflichtet mit dem Versicherungsnehmer einen Versicherungsvertrag zu schließen. Deshalb können Sie den Vertragsschluss und die Konditionen des Versicherungsvertrages von den Antworten auf Gesundheitsfragen abhängig machen – anders als gesetzliche Krankenversicherungen. Keine Rolle spielen Gesundheitsfragen dagegen bei Sachversicherungen wie Kfz-Versicherung, Brandschutzversicherung oder Hausratversicherung.

Wann und wie müssen Gesundheitsfragen beantwortet werden?

Grundsätzlich müssen Sie Gesundheitsfragen im Zusammenhang mit einem Krankenversicherungsvertrag wahrheitsgemäß und vollständig beantworten. Verschweigt man bei Gesundheitsfragen Teile oder macht falsche Angaben, kann man den Versicherungsschutz verlieren. Bereits kleine Ungenauigkeiten oder Fehleinschätzungen bei Gesundheitsfragen können hier schon fatale Folgen haben. So erhielt etwa ein Bauschlosser keine Berufsunfähigkeitsrente, weil er bei den Gesundheitsfragen eine dreitägige Krankenschreibung wegen Schulterbeschwerden nicht angegeben hatte. Aber Achtung: Es müssen nicht alle Gesundheitsfragen beantwortet werden! Denn nach dem Versicherungsvertragsgesetz (VVG) müssen Gesundheitsfragen konkret und in Textform gestellt werden! Andere Gesundheitsfragen – vor allem mündlich am Telefon z. B. – müssen Sie nicht beantworten.

Gesundheitsfragen im Arbeitsrecht

Gesundheitsfragen spielen aber auch im Arbeitsrecht eine Rolle. Potenzielle Arbeitgeber stellen hin und wieder in Vorstellungsgesprächen Gesundheitsfragen. Hier sind Gesundheitsfragen aber nur in engen Grenzen zulässig. Gesundheitsfragen dürfen hier nur gestellt werden, wenn sie einen Bezug zur Stelle haben, auf die sich der Bewerber bewirbt, und müssen für die Ausübung der Tätigkeit relevant sein.

Fragen Sie einen Experten

Haben Sie Zweifel, welche Erkrankungen Sie bei den Gesundheitsfragen angeben müssen und welche Sie als Bagatellerkrankungen verschweigen können? Sie wollen wissen, bei welchen Gesundheitsfragen Sie im Vorstellungsgespräch ein Recht zur Lüge haben? Oder sind Sie unsicher, ob die Anfechtung vom Arbeitsverhältnis oder der Rücktritt vom Versicherungsvertrag rechtmäßig ist? Fragen Sie einen Rechtsanwalt, der sich mit Gesundheitsfragen auskennt und finden Sie ihn mit dem Anwalt-Suchservice!
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Rechtstipps zum Thema Gesundheitsfragen

2013-03-13, Redaktion Anwalt-Suchservice (56 mal gelesen)
Rubrik: Diverse Themen

Für den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung muss der zukünftige Versicherungsnehmer viele Fragen zu seiner Gesundheit beantworten. Vorerkrankungen oder chronische Krankheiten können zu saftigen Aufschlägen bei den Versicherungsbeiträgen ...

sternsternsternsternstern  4,0/5 (3 Bewertungen)
2013-04-24, Autor Christoph Kleinherne (753 mal gelesen)
Rubrik: Sozialrecht und Sozialversicherungsrecht

Fehlerhafte oder unvollständige Antworten des Versicherungsnehmers auf Gesundheitsfragen eines Maklers können unter Umständen rechtlich unerheblich sein. In einer viel diskutierten Entscheidung vom 02.01.2013 hatte das Landgericht Dortmund darüber zu ...

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