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Zahlreiche Berufe unterliegen einem strengen Berufsrecht. Zu diesen Berufen zählen z.B. der Arztberuf, die Tätigkeit als Rechtsanwalt, der Ingenieursberuf oder der Beruf der Hebamme. Das Hebammengesetz regelt einige rechtliche Grundlagen für den Hebammenberuf.

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Informationen zum Hebammengesetz

Was ist das Hebammengesetz?

Das Hebammengesetz (HebG) ist der Kurztitel für das "Gesetz über den Beruf der Hebamme und des Entbindungspflegers". Es zählt zu den bundesrechtlichen Regelungen für Fachberufe des Gesundheitswesens. Deshalb hat das Hebammengesetz viele Gemeinsamkeiten mit dem Krankenpflegergesetz (KrPflG) oder dem Heilpraktikergesetz (HeilprG).

Was regelt das Hebammengesetz?

Das Hebammengesetz regelt vor allem die Berufsausbildung zur Hebamme und zum Entbindungspfleger. Das Hebammengesetz enthält z. B. Bestimmungen zu den Voraussetzungen für die Hebammenausbildung, zum Ziel der Ausbildung, zur Dauer der Ausbildung oder den Ausbildungsstätten. Daneben schützt das Hebammengesetz die Berufsbezeichnung "Hebamme" bzw. "Entbindungspfleger", indem es vorschreibt, dass zum Führen dieser Berufsbezeichnungen eine Erlaubnis benötigt wird. Bezeichnet man sich ohne Erlaubnis als Hebamme oder Entbindungspfleger droht nach dem Hebammengesetz eine Geldbuße. Die Berufsausübung ist dagegen nicht im Hebammengesetz, sondern in den landesrechtlichen Berufsordnungen geregelt. Deshalb müssen Hebammen neben dem Hebammengesetz auch die jeweilige Berufsordnung ihres Bundeslandes beachten.

Geschichte des Hebammenrechts

Obwohl das Hebammengesetz erst 1938 in Kraft trat, blickt das Hebammenrecht auf eine sehr lange Tradition zurück. So verbot bereits der "Nürnberger Hebammeneid" von 1417, dass sich Hebammen von persönlichen Interessen leiten lassen, wenn sie einen Auftrag annehmen oder ablehnen. Die Berufsausübung der Hebammen wurde aber erst mit dem Hebammengesetz von 1938 einer stärkeren staatlichen Kontrolle unterworfen. Nach dem zweiten Weltkrieg wurden nationalsozialistische Inhalte aus dem Reichshebammengesetz entfernt. Eine Neufassung des Hebammengesetzes 1985 führte zu entscheidenden Änderungen im Hebammengesetz. Um den verfassungsrechtlichen Grundsätzen der Gleichheit und Berufsfreiheit Rechnung zu tragen, öffnete man den bis dahin Frauen vorbehaltenen Beruf für Männer. Seit dem gibt es den Beruf des Entbindungspflegers.

Sie haben Fragen zum Hebammengesetz?

Ihr Antrag zum Führen der Berufsbezeichnung "Hebamme" wurde abgelehnt oder haben Sie Fragen rund um den Beruf der Hebamme und zum Hebammengesetz? Oder werden Sie als Mann nicht zur Ausbildung zum Entbindungshelfer zugelassen und vermuten eine Diskriminierung? Fragen Sie einen Rechtsanwalt und finden Sie ihn mit dem Anwalt-Suchservice!
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