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Die Rechtsschutzversicherung gehört zu den wichtigsten Versicherungen. Denn das Risiko, in einen Rechtsstreit hineingezogen zu werden, ist hoch. Abmahnungen - auch gegen Verbraucher - Mietstreitigkeiten und Nachbarschaftskonflikte sind an der Tagesordnung. Ganz zu schweigen von Vertragsproblemen bei Handyverträgen oder Verbraucherkrediten.

Was ist eine Rechtsschutzversicherung?

Eine Rechtsschutzversicherung übernimmt die Kosten für die Wahrnehmung Ihrer rechtlichen Interessen. Dazu zählen die Gerichtskosten, die Rechtsanwaltskosten, die Zeugengelder und Sachverständigenhonorare bei einem Gerichtsprozess und die entsprechenden Kosten Ihres Prozessgegners, wenn Sie diese (als Prozessverlierer) zu tragen haben. Muss im Rahmen eines Strafverfahrens für Sie Kaution gestellt werden, übernimmt die Rechtsschutzversicherung auch dies, allerdings nur bis zu einer bestimmten Grenze (oft 50.000 Euro).

Was bezahlt die Rechtsschutzversicherung nicht?

Die Rechtsschutzversicherung übernimmt keine Strafen oder Bußgelder, zum Beispiel nach einer Trunkenheitsfahrt oder Geschwindigkeitsübertretung. Sie übernimmt auch nicht die Zahlung des Betrages, um den gestritten wurde, wenn Sie verlieren. Die meisten Rechtsschutzverträge enthalten Selbstbeteiligungen von 150 bis 250 Euro pro Fall. Anwaltliche Beratungen ohne konkreten Streit- bzw. Klagefall sind oft nicht versichert, dies gilt jedoch nicht für alle Rechtsschutzversicherungen. Nicht versichert sind auch die Kosten von Rechtsstreitigkeiten, die schon vor Abschluss der Versicherung ihren Anfang genommen haben.

Viele Varianten

Es gibt ganz unterschiedliche Formen der Rechtsschutzversicherung. Je nachdem, welche Bausteine Sie benötigen, können Sie Ihren Versicherungsschutz individuell gestalten. So kann sich Ihre Versicherung je nach Vertrag zum Beispiel beziehen auf:
  • Verkehrs-Rechtsschutz,
  • Privat-Rechtsschutz für Selbstständige,
  • Berufs-Rechtsschutz für Selbstständige,
  • Privat- und Berufsrechtsschutz für Nichtselbständige,
  • Rechtsschutz für Grundstückseigentum und Miete,
  • Arbeits-Rechtsschutz,
  • Wohnungs- und Grundstücks-Rechtsschutz,
  • Steuer-Rechtsschutz,
  • Internet-Rechtsschutz.

Versicherte Personen

Bei der Rechtsschutzversicherung ist der Versicherungsnehmer selbst versichert. Soll der Ehe- oder Lebenspartner mit versichert werden, muss dies in der Regel im Vertrag stehen. Kinder sind oft mitversichert, allerdings nur bis zu einer bestimmmten Altersgrenze bzw. bis sie eine eigene Berufstätigkeit ausüben.

Mediation

Die einvernehmliche Einigung in einem Streitfall kann helfen, hohe Kosten zu sparen. Bei der Mediation vermittelt ein professioneller Mediator zwischen den Parteien. Einige Rechtsschutzversicherer schließen die Mediation ohne Aufpreis in ihre Rechtsschutzversicherungen ein.

Rechtsschutz gegen Rechtsschutz?

Liegen Sie im Streit mit Ihrer Rechtsschutzversicherung? Vielleicht weil diese Kosten nicht übernehmen will, welche Sie für abgedeckt hielten? In dieser verzwickten Lage empfiehlt es sich, einen auf das Versicherungsrecht spezialisierten Rechtsanwalt hinzuzuziehen.

Beim Abschluss einer Rechtsschutzversicherung sollten Sie darauf achten, dass Sie bei der Wahl Ihres Anwalts frei bleiben. Einige Versicherungen schreiben Ihnen vor, einen Vertragsanwalt der Versicherung zu beauftragen. Rechtsberatung ist jedoch Vertrauenssache - und es kann sinnvoller sein, den Anwalt selbst zu wählen.