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Sachversicherungen sind Schadensversicherungen und dienen dem Versicherungsschutz von Sachwerten. Das Sachversicherungsrecht befasst sich mit allen Rechtsfragen rund um diese Sachversicherungen bzw. Kompositversicherungen.

Sachversicherungsrecht: Mit der richtigen Unterstützung zahlt auch die Versicherung

Sachversicherungen und ihre rechtliche Grundlagen

Zu den klassischen Sachversicherungen zählen z. B. die Einbruchsdiebstahlversicherung, die Feuerversicherung, die Gebäudeversicherung, die Kfz-Kaskoversicherung, die Hausratsversicherung oder auch die Reiseversicherung inklusive Reisegepäckversicherung.

In allen Fragen rund um das Versicherungsrecht und das Sachversicherungsrecht ist im Versicherungsfall zunächst der konkrete Versicherungsvertrag mit den Allgemeinen Versicherungsbedingungen (beispielsweise für die Wohngebäudeversicherung die Allgemeinen Wohngebäudeversicherungsbedingungen) heranzuziehen und auch das Versicherungsvertragsgesetz (VVG). Das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) und das Handelsgesetzbuch (HGB) ergänzen diese Vorschriften.

Mitwirkungspflichten und Obliegenheiten des Versicherungsnehmers

Wie bei jeder Versicherung ersetzt auch im Sachversicherungsrecht das Versicherungsunternehmen nicht alle entstandenen Schäden. Vor allem ein Verstoß des Versicherten gegen bestimmte Mitwirkungspflichten kann dazu führen, dass ein Leistungsanspruch gegen die Versicherung entfällt. So kann der Versicherungsschutz gegen Sturmschäden oder Hochwasserschäden entfallen, wenn der Versicherungsnehmer im Vorfeld keine Schutzmaßnahmen (Sandsäcke etc.) getroffen hat, soweit ihm dafür genug Zeit blieb. Wird vor einem angekündigten Hochwasser der Keller nicht ausgeräumt, kann es sein, dass die Versicherung den Ersatz der dadurch entstandenen Schäden verweigert. Ähnliches gilt bei der Versicherung gegen Einbruchsdiebstahl: Zunächst fordert die Versicherung nachvollziehbare Spuren, die auf ein gewaltsames Eindringen hinweisen. Hat der Versicherungsnehmer zum Beispiel eine Türe offen gelassen oder die Wohnung nicht abgeschlossen, wird die Versicherung in den meisten Fällen die Leistung verweigern.

Bei der wohl bedeutsamsten Sachversicherung, der privaten Haftpflichtversicherung, darf der Versicherungsnehmer den entstandenen Schaden nicht vorsätzlich oder grob fahrlässig herbeigeführt haben, damit die Versicherung den Schaden begleicht. Dies gilt zum Beispiel im Falle der mutwilligen Zerstörung von Gegenständen Dritter, um einen Versicherungsfall vorzutäuschen. Ein solches Verhalten führt nicht nur zum Verlust des Leistungsanspruchs, sondern kann auch als (versuchter) Versicherungsbetrug strafrechtlich geahndet werden.

Der besondere Hinweis

In vielen Fällen können spezielle Sachversicherungen sinnvoll sein. Es bietet sich beispielsweise an eine Reisegepäckversicherung abzuschließen, wenn man beruflich oder privat viel unterwegs ist. Damit der Versicherungsnehmer beispielsweise trotz horrender Versicherungsprämien nicht nur einen minimalen Versicherungsschutz genießt, sollten vor allem Allgemeine Versicherungsbedingungen einer rechtlichen Überprüfung durch einen Rechtsanwalt unterzogen werden. Und ist eine Versicherung im Schadensfall dann nicht zur Zahlung bereit, hilft oftmals nur die Unterstützung eines Rechtsanwaltes, der Leistungsansprüche außergerichtlich und gerichtlich geltend macht.

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