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Der Begriff wird in Deutschland eher umgangssprachlich für die Aufteilung eines Nachlasses unter den Miterben benutzt. Der rechtliche Fachbegriff dafür ist Erbauseinandersetzung. Damit ist keine Streitigkeit gemeint, sondern generell die Nachlassaufteilung.

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Informationen zur Erbteilung

Was versteht man unter einer Erbteilung?

Der Begriff wird in Deutschland eher umgangssprachlich für die Aufteilung eines Nachlasses unter den Miterben benutzt. Der rechtliche Fachbegriff dafür ist Erbauseinandersetzung. Damit ist keine Streitigkeit gemeint, sondern generell die Nachlassaufteilung. In der Schweiz gibt es die Erbteilung als fest definierten Rechtsbegriff. Damit ist die Liquidation einer Erbengemeinschaft durch Übergang der Nachlassgegenstände ins alleinge Eigentum der Erben gemeint.

Was sind die Folgen einer Erbengemeinschaft?

  • Alle Miterben müssen den Nachlass gemeinsam verwalten,
  • Nachlassgegenstände können nur mit Zustimmung aller Miterben veräußert werden.
Streitigkeiten entstehen oft wegen
  • großer räumlicher Entfernung,
  • Entfremdung der Miterben,
  • Unstimmigkeiten über den Umgang mit größeren Nachlassgegenständen (Immobilie, Betrieb),
  • persönlichem Wunsch nach bestimmten Nachlassgegenständen (Familienschmuck, Oldtimer).

Gesetzliche Vorschriften

Die Erbteilung bzw. Erbauseinandersetzung und die damit zusammenhängenden Fragen sind im Erbrecht des Bürgerlichen Gesetzbuches in den §§ 2032 bis 2057a festgehalten. Die Regelungen über die Erbauseinandersetzung im engeren Sinne finden sich in den §§ 2042 ff. BGB.

Was muss bei der Erbteilung zunächst geschehen?

  • Nachlassverbindlichkeiten begleichen (Schulden des Erblassers, Bestattungskosten, Auszahlung von Pflichtteilen, Regelung von Vermächtnissen),
  • Teilungsquote feststellen unter Berücksichtigung gesetzlicher Ausgleichspflichten,
  • testamentarische Teilungsanordnungen des Erblassers beachten,
  • Ansprüche der Erben untereinander berücksichtigen,
  • Ansprüchen der Erben gegen den Nachlass berücksichtigen.

Wie wird der Nachlass aufgeteilt?

Ist eine Aufteilung ohne Wertminderung möglich (Aktien, Briefmarkensammlung) erfolgt diese „in Natur“, d.h. die Erben nehmen sich gleich wertvolle Gegenstände aus dem Nachlass. Kann der Nachlass oder ein größerer Nachlassgegenstand nicht geteilt werden (Immobilie, Betrieb) muss ein Verkauf mit anschließender Aufteilung des Verkaufserlöses nach Erbanteilen durchgeführt werden. Können sich die Erben nicht einigen, kann das Nachlassgericht zur Vermittlung angerufen werden. Scheitert dies, muss ein Erbe Klage auf Erbauseinandersetzung vor dem Zivilgericht einreichen.

Die Erbauseinandersetzung

Sie kann nach § 2042 BGB durch jeden Miterben jederzeit verlangt werden. Aufzuschieben ist sie jedoch, wenn die Erbanteile noch unbestimmt sind, weil
  • die Geburt eines Miterben ansteht,
  • die Entscheidung über die Adoption eines Miterben aussteht,
  • die Aufhebung eines Adoptionsverhältnisses bevorsteht,
  • eine vom Erblasser eingerichtete Stiftung noch als rechtsfähig anzuerkennen ist.
Der Erblasser kann nach § 2044 BGB per Testament die Auseinandersetzung auch für eine gewisse Zeit ausschließen oder von einer Kündigungsfrist abhängig machen. Dies ist an einige gesetzliche Bedingungen geknüpft. Eine solche Regelung wird oft getroffen, wenn der Nachlass aus einem Betrieb besteht und der Erblasser diesen zumindest für eine bestimmte Zeit weiter bestehen lassen will.

Erbschaftsteuer und Steuerabzug

Eine Erbauseinandersetzung verursacht in vielen Fällen Kosten. So kann es erforderlich werden, den Wert eines geerbten Grundstückes erst einmal durch einen Sachverständigen feststellen zu lassen. Derartige Kosten verringern die Bemessungsgrundlage für die Erbschaftsteuer. Für ein Sachverständigengutachten hinsichtlich des Grundstückswertes hat dies der Bundesfinanzhof im Jahr 2009 ausdrücklich entschieden (BFH, Urteil vom 9.12.2009, Az. II R 37/08). Sie brauchen einen Anwalt an Ihrem Wohnort für Ihr erbrechtliches Problem? Bei fachanwalt.de finden Sie Anwälte, die sich auf dieses Rechtsgebiet spezialisiert haben. Der Titel „Fachanwalt“ steht dabei für einen Rechtsanwalt, der fundierte praktische und theoretische Kenntnisse in diesem Bereich erworben hat. Die Rechtsanwaltskammer verleiht den Titel entsprechend der Fachanwaltsordnung.
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