Anwalt Testament

Suchen Sie hier mit

einer PLZ, z.B.: 10117, 1224,..
oder
einem Ort, z.B.: Berlin, Hamburg...

Mit Hilfe eines Testaments können Sie festlegen, was nach Ihrem Ableben mit Ihrem Vermögen passieren soll. Die gesetzliche Erbfolge kann per Testament abgeändert werden. Allerdings werden bei der Erstellung von Testamenten oft Fehler gemacht, die zu Streitigkeiten unter den Erben führen.

Alle Kanzleistandorte (alphabetisch)

A B C D E F G H I J K L M N O P R S T U W Z Ö

Erben und Vererben per Testament: was ist zu beachten?

Mit einem Testament können Sie Regelungen über Ihren Nachlass treffen, die von der gesetzlichen Erbfolge abweichen. Möchten Sie nicht, dass Ihre Kinder das Haus verkaufen, in dem Ihr Partner noch lebt? Per Testament können sich z..B. Ehepartner gegenseitig als Erben einsetzen, sodass die Kinder erst erben, wenn beide Elternteile nicht mehr leben. Möchten Sie jemanden besonders bevorzugen? Eine Person kann als Alleinerbe eingesetzt werden. Andererseits kann auch jemand vom Erbe ausgeschlossen werden. Damit das Testament wirksam ist, sind einige Formalien zu beachten. Beliebige Regelungen treffen - wie etwa die Erbeinsetzung seiner Katze - kann der Erblasser nicht.

Wer darf ein Testament erstellen?

Ein Testament darf verfassen, wer testierfähig ist: Man muss in der Lage sein, die Folgen der getroffenen Regelungen zu begreifen. Wer 16 Jahre alt geworden ist, darf ein Testament mit Unterstützung eines Notars erstellen, vom 18. Lebensjahr an kann es privat verfasst werden. Die Testierfähigkeit kann wegfallen, wenn jemand durch Alter oder Krankheit nicht mehr in der Lage ist, die Konsequenzen zu durchschauen.

Formalien

Der "letzte Wille" muss schriftlich und eigenhändig niedergelegt werden. Das bedeutet: Das ganze Schriftstück muss per Hand geschrieben sein. Ein ausgedruckter und nur unterschriebener Text zählt nicht. Die Unterschrift darf nicht fehlen, auch Ort und Datum sollten unbedingt dabeistehen. Bei einem gemeinschaftlichen Testament müssen beide unterschreiben. Das Testament muss nicht von einem Notar beurkundet werden - dies kann jedoch freiwillig stattfinden.

Verwahrung

Sie können Ihr Testament bei sich zu Hause aufbewahren oder in öffentliche Verwahrung geben. Dies bedeutet, dass das Dokument beim örtlichen Nachlassgericht verwahrt wird. Sobald das Gericht erfährt, dass der Erblasser verstorben ist, setzt es einen Termin zur Testamentseröffnung an und benachrichtigt die möglichen Erben. Liegt Ihr Testament zu Hause, ist jeder, der es nach Ihrem Ableben findet, verpflichtet, es sofort dem Nachlassgericht zu übergeben.

Der Inhalt

Der Inhalt des Testaments kann nicht völlig frei bestimmt werden. So haben z.B. Ihr Ehepartner und Ihre Kinder das Recht auf einen Pflichtteil. Ihnen diesen zu entziehen, ist nur unter besonderen Voraussetzungen möglich. Eine Erbschaft darf an Bedingungen geknüpft werden, etwa: "Meine Tochter erbt das Vermögen erst mit Eintritt ihrer Volljährigkeit". Es darf sich jedoch nicht um sittenwidrige oder illegale Bedingungen handeln - Beispiel: "Mein Bruder wird Alleinerbe, wenn er meine Witwe heiratet". Im Testament kann ein Vermächtnis angeordnet werden - dadurch wird der Bedachte nicht zum Erben des Nachlasses (und möglicher Schulden) sondern bekommt nur einen bestimmten Gegenstand (Auto). Bei komplizierten Erbfällen, bei Immobilienvermögen und der Vererbung von Betrieben ist eine Beratung durch einen Fachanwalt für Erbrecht zu empfehlen.

Kann ich mein Testament ändern?

Ihr Anwalt kann Ihnen auch dabei helfen, Ihr Testament zu ändern. Ein privat erstelltes Testament kann jederzeit geändert werden - allerdings sollten Sie Änderungen immer mit Ort, Datum und Unterschrift versehen. Ein gemeinschaftliches Testament kann geändert werden, solange beide Verfasser am Leben sind. Ein notarielles Testament kann jederzeit aus der amtlichen Verwahrung zurückgeholt werden. Hier haben Sie die Möglichkeit, entweder beim Notar die Änderungen hinzuzufügen und das Dokument wieder in Verwahrung zu geben, oder das notarielle Testament durch ein privates zu ersetzen.

Tipp: Ist der Inhalt des Testaments unklar, wird er durch Auslegung festgestellt. Dabei können auch Zeugenaussagen über Ihre Äußerungen zu Lebzeiten oder andere Beweise wie Briefe herangezogen werden. Die Beratung durch einen Anwalt für Erbrecht schon bei der Testamentserstellung schafft Rechtssicherheit und sorgt dafür, dass vor Gericht keine "Ratespiele" stattfinden müssen.

Weiterführende Informationen zu Testament

Anwalt Testamentsgestaltung
Die Testamentsgestaltung ist die Gestaltung eines Testaments. Das Testament ist grundsätzlich eine einseitige Erklärung einer Person (sog. letztwillige Verfügung), die Anordnungen trifft, was mit dem Vermögen dieser Person im Falle des Todes geschehen soll. Weil das Testament das gesetzliche Erbrecht abändern kann, ist eine wohl durchdachte Testamentsgestaltung ratsam. mehr ...

Anwalt Recht der Testamentsgestaltung
Das Recht der Testamentsgestaltung umfasst die gesetzlichen Rahmenbedingungen, unter denen ein Erblasser ein Testament aufsetzen kann und darf. Das Testament wird auch letztwillige Verfügung genannt. mehr ...

Anwalt Nachlassregelung 16.02.2017
Eine Nachlassregelung umfasst eine Regelung zur Geltendmachung des eigenen Willens im Todesfalle. Sie beinhaltet Vorgaben zur Aufteilung von Vermögen des Verstorbenen (Erblasser). Dabei wird unterschieden zwischen lebzeitigen Verfügungen (z.B. Überlassungsvertrag, Schenkungen zu Lebzeiten oder Schenkungen auf den Todesfall, Übertragung im Wege der vorweggenommenen Erbfolge) und letztwilligen Verfügungen (Testament, Erbvertrag, Vermächtnis, Testamentsvollstreckung). Wird keine Nachlassregelung getroffen, greift die gesetzliche Erbfolge. Die Nachlassregelung ist Teil des Erbrechts. mehr ...

Anwalt Nachlassgericht
Das Nachlassgericht verwahrt und eröffnet Testamente und Erbverträge, ernennt und entlässt Testamentsvollstrecker, bestellt Nachlasspfleger und nimmt Erklärungen über eine Erbausschlagung entgegen. Bei Nachlassangelegenheiten ist es oft sinnvoll, sich von einem Anwalt für Erbrecht beraten zu lassen. mehr ...

Anwalt Berliner Testament
Ein Berliner Testament ist ein besonderes Testament für Ehegatten. Mit Hilfe dieses gesetzlich geregelten Testamentsmodells können sich die Ehepartner gegenseitig als Erben einsetzen. Beim Berliner Testament erbt der eine Ehegatte vom anderen, erst beim Ableben des zweiten sind die Kinder bzw. die sonstigen Erben am Zug. mehr ...

Anwalt Erbfall 18.05.2016
Der Erbfall tritt ein, wenn jemand etwas erbt – und damit im Moment des Todes einer anderen Person. Wer zum Erben wird, hat zwar meist andere Sorgen, muss sich aber trotzdem um allerlei Formalien kümmern: Gibt es ein Testament – oder gar zwei? Was muss damit geschehen? Hat jemand Kontovollmacht? Und was darf der Testamentsvollstrecker? mehr ...

Anwalt Erbrecht 29.03.2016
Das Erbrecht befasst sich mit allen gesetzlichen Vorschriften im Zusammenhang mit dem Erben und Vererben von Vermögensgegenständen. Dazu gehören zum Beispiel mehr ...

Anwalt Erbfolge
Die gesetzliche Erbfolge ist der vom Gesetz vorgesehene Normalfall einer Erbschaft. Dabei ist gesetzlich festgelegt, welche Verwandten welchen Anteil am Nachlass bekommen. Wer andere Regeln für seinen Nachlass festlegen will, kann dies durch ein Testament oder einen Erbvertrag tun. mehr ...

Anwalt Erbschein 06.07.2016
Mit einem Erbschein wird amtlich bescheinigt, dass der Inhaber des Erbscheins eine andere Person beerbt und welchen Anteil am Erbe er erhält. mehr ...

Anwalt Enterbung 10.05.2016
Die Enterbung ist schon fast sprichwörtlich. Sagt man doch hin und wieder: "Wenn ich das tue, enterben mich meine Eltern!". Was rechtlich hinter der Enterbung steckt und ob eine vollständige Enterbung tatsächlich möglich, ist erfahren Sie hier. mehr ...

Anwalt Erbe ausschlagen 26.06.2015
Stirbt ein Mensch, werden andere Personen automatisch zu Erben. Da eine Erbschaft aber nicht nur positive, sondern auch negative Folgen haben kann, stellt sich für Erben oft die Frage: Erbe annehmen oder Erbe ausschlagen? mehr ...

Anwalt Mediation im Erbrecht
Als Mediation bezeichnet man ein Verfahren im Rahmen einer rechtlichen Auseinandersetzung, das dazu dient einen Konflikt konstruktiv zu beenden. Vor allem im Erbrecht ist die Mediation für alle Beteiligten mit Hilfe eines Rechtsanwaltes eine gangbare Lösung. mehr ...

Anwalt Nachlass 26.06.2015
Neben der Trauer um einen Menschen, wirft dessen Tod regelmäßig viele Fragen rund um seinen Nachlass auf: Was zählt zum Nachlass? Welche Rechte haben Erben am Nachlass? Was muss geregelt werden? mehr ...

Anwalt Pflichtteilsrecht
Das Pflichtteilsrecht ist kein eigenständiges Rechtsgebiet, sondern ist ein Bereich des Erbrechts, der sich mit Fragen der Enterbung und eines trotz Enterbung bestehenden Erbrechts beschäftigt bzw. das Recht eines enterbten Erben. Die Basis des Pflichtteilsrechts ist das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB). mehr ...

Anwalt Erbenermittlung 26.06.2015
Weder in Deutschland noch im Ausland gibt es eine anerkannte Ausbildung zum "Erbenermittler". Die Aufgabe der Erbenermittlung ist aber so komplex und elementar, dass es zur Erbenermittlung trotzdem deutschlandweit zahlreiche Erbenermittler oder Erbsucher gibt. mehr ...

Anwalt Recht der Testamentsvollstreckung
Mit den Regelungen aus dem Recht der Testamentsvollstreckung werden die Rechte und Pflichten des Testamentsvollstreckers festgelegt. Ein Testamentsvollstrecker verwaltet den Nachlass anstelle des oder der Erben. Ein Testamentsvollstrecker wird nur dann benötigt, wenn ein Testament eine Vollstreckungsanordnung enthält. mehr ...

Anwalt Testamentsvollstreckung
Die Testamentsvollstreckung umfasst die Abwicklung des Erbes (Nachlass) durch eine unabhängige Person (sog. Testamentsvollstrecker). Der Testamentsvollstrecker ist häufig selber nicht Erbe, sondern eine neutrale und objektive Person. Oft wird das Vermögen des Verstorbenen (sog. Erblasser) mit einem Testament oder einem Erbvertrag unter den Erben aufgeteilt. Damit der letzte Wille des Erblassers auch nach seinem Tod gewahrt wird, kann er einen Testamentsvollstrecker benennen. mehr ...

Anwalt Erbengemeinschaft 26.06.2015
Sie ist oft der "Fluch" einer Erbschaft: Die Erbengemeinschaft. Als kraft Gesetzes entstehende Zwangsgemeinschaft, in der oft unterschiedliche Interessen aufeinandertreffen, ist Neid, Missgunst und Ärger quasi vorprogrammiert. mehr ...

Anwalt Erbteilung
Der Begriff wird in Deutschland eher umgangssprachlich für die Aufteilung eines Nachlasses unter den Miterben benutzt. Der rechtliche Fachbegriff dafür ist Erbauseinandersetzung. Damit ist keine Streitigkeit gemeint, sondern generell die Nachlassaufteilung. mehr ...

Anwalt Erbe ablehnen 10.05.2016
Als Erbe können Sie eine Erbschaft auch ablehnen. Dies bietet sich zum Beispiel an, wenn der Erblasser Ihnen hauptsächlich seine Schulden vererbt hat. Allerdings sind bei einer Erbausschlagung nach dem deutschen Erbrecht enge Fristen einzuhalten. Zur genauen Einschätzung des Vorgehens ist einerseits eine genaue Aufstellung von Haben und Soll des Erblassers erforderlich. Anderseits empfiehlt sich in aller Regel für den Erben, einen erbrechtlich versierten Anwalt hinzuzuziehen. mehr ...

Rechtstipps zum Thema Testament

2016-12-08, Autor Bernfried Rose (122 mal gelesen)
Rubrik: Erbrecht

Erblasser sollten immer darauf achten, die letztwilligen Verfügungen in ihrem Testament klar und eindeutig zu formulieren. Anderenfalls kann es zu Streit unter den Erben kommen. Das zeigt auch ein Erbschaftsfall, den letztlich das Kammergericht ...

sternsternsternsternstern  3,9/5 (11 Bewertungen)
2010-11-15, Quelle: Redaktion Anwalt-Suchservice (283 mal gelesen)
Rubrik: Erbrecht

Nach einer EMNID-Umfrage des Deutschen Forum für Erbrecht haben von den über 60-jährigen nahezu 43 Prozent noch kein Testament oder Erbvertrag verfasst...

sternsternsternsternstern  3,9/5 (22 Bewertungen)
2012-08-08, Quelle: Redaktion Anwalt-Suchservice (169 mal gelesen)
Rubrik: Diverse Themen

Nach einer  EMNID-Umfrage des Deutschen Forum für Erbrecht haben von den über 60-jährigen nahezu 43 Prozent noch kein Testament oder Erbvertrag verfasst. Allerdings haben mehr als ein Viertel der Befragten Streit bei der Abwicklung eines Erbfalls...

sternsternsternsternstern  4,2/5 (10 Bewertungen)
2016-01-20, Autor Anton Bernhard Hilbert (380 mal gelesen)
Rubrik: Erbrecht

Die Gefahr des Verlustes umschwebt das Testament. Jedenfalls dann, wenn es nicht hinterlegt ist. Wird der Verlust erst im Erbfall bemerkt, kann es nicht wiederholt werden. Dennoch muss damit nicht alles verloren sein. ...

sternsternsternsternstern  4,6/5 (54 Bewertungen)
2012-08-09, Quelle: Redaktion Anwalt-Suchservice (229 mal gelesen)
Rubrik: Diverse Themen

Bei der Errichtung eines Testamentes gibt es Formvorschriften, die in jedem Fall eingehalten werden müssen, ansonsten ist das Testament ungültig. Hier ein paar Tipps zum Inhalt, der Form und der Aufbewahrung eines Testaments:

- Inhalt des...

sternsternsternsternstern  3,7/5 (15 Bewertungen)
2013-10-02, Autor Andreas Jäger (809 mal gelesen)
Rubrik: Verkehrsrecht

Bei der Erstellung und Verwahrung von Testamenten gibt es wichtige Regeln zu beachten! Die Möglichkeiten, ein Testament abzufassen, sind vielfältig: Das Gesetz lässt neben dem eigenhändigen Testament auch das öffentliche (notarielle) Testament oder ...

sternsternsternsternstern  3,7/5 (10 Bewertungen)
2016-01-29, Autor Kerstin Prange (240 mal gelesen)
Rubrik: Erbrecht

Die 2. Ehefrau kann unter Umständen ein Testament anfechten in dem ihr verstorbener Ehemann seine Ex-Frau zur Erbin eingesetzt hat. Hat der nach Scheidung wiederverheirate Ehemann in einem während seiner ersten Ehe errichteten Testament seine ...

sternsternsternsternstern  4,1/5 (23 Bewertungen)
2007-08-20, Autor Reginald Rudolph (5759 mal gelesen)
Rubrik: Erbrecht

Der Autor erklärt fundamentale Irrtümer im Zusammenhang mit Testament und Erbrecht 1. Ratschlag: Klären Sie Ihren Familienstand und Ihre persönlichen Verhältnisse! Nirgendwo hat dieser Ratschlag mehr Berechtigung als im Erbrecht! Es gibt ...

sternsternsternsternstern  4,0/5 (71 Bewertungen)
Das Berliner Testament – was versteht man darunter? © Stauke - Fotolia.com
2016-03-08, Redaktion Anwalt-Suchservice (301 mal gelesen)
Rubrik: Erbrecht

Viele Ehegatten möchten ein gemeinsames Testament aufsetzen. Ein bewährtes Mittel dafür ist das sogenannte Berliner Testament. Bei seiner Abfassung sind jedoch einige Regeln zu beachten. ...

sternsternsternsternstern  3,9/5 (31 Bewertungen)
2008-06-12, Autor Werner Wagner (3269 mal gelesen)
Rubrik: Erbrecht

Welche Möglichkeiten bestehen bei der Errichtung eines Ehegattentestamentes? Beide Eheleute können jeweils ein Einzeltestament errichten. In diesem Falle ist die Wirk-samkeit der beiden Testamente nicht voneinander abhängig. Ein Testament bleibt ...

sternsternsternsternstern  3,7/5 (3 Bewertungen)
weitere Rechtstipps in der Rubrik Erbrecht weitere Rechtstipps weitere Rechtstipps in der Rubrik Erbrecht