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Die Schönheitsreparaturen an einer Mietwohnung sind eines der umstrittensten Themen im Mietrecht. Die Gerichte haben verschiedene Mietvertragsklauseln zur Pflicht des Mieters, Schönheitsreparaturen vorzunehmen, für unwirksam erklärt. Kommt es über dieses Thema zum Streit, sollte ein erfahrener Rechtsanwalt konsultiert werden, der sich auf das Mietrecht spezialisiert hat.

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Schönheitsreparaturen: was ist das?

Unter den Schönheitsreparaturen versteht man die Renovierungsarbeiten, die - in vielen Fällen - am Ende die Mietverhältnisses vor Rückgabe der Mietwohnung durchgeführt werden. Mit deren Hilfe sollen die normalen Gebrauchsspuren beseitigt werden, die durch den Mieter entstanden sind. Im Grunde handelt es sich dabei gerade nicht um Reparaturen, denn diese würden sich eher auf Schäden beziehen und sind hier nicht gemeint.

Beispiele für Schönheitsreparaturen:

  • Streichen und Tapezieren von Wänden und Decken,
  • Reinigen von Teppichböden,
  • Lackieren von Heizkörpern und -rohren,
  • Lackieren von Holzfenstern und Außentüren jeweils von innen,
  • Reparatur kleiner Putz- und Holzschäden.

Was sind keine Schönheitsreparaturen?

Nicht zu den Schönheitsreparaturen gehören nach Ansicht der Gerichte zum Beispiel
  • ein Tausch des von Ihrem Vermieter verlegten, jetzt einfach abgenutzten Teppichbodens,
  • das Abschleifen und Versiegeln von Parkett- und Holzfußböden,
  • Malerarbeiten in Fluren, Treppenhäusern und anderen Gemeinschaftsräumen,
  • das Streichen von Fenstern und Außentüren von außen.

Wer muss "reparieren"?

Eigentlich ist Ihr Vermieter derjenige, der Schönheitsreparaturen durchführen muss. Diese lästige Pflicht wälzt jeder Vermieter im Mietvertrag aber üblicherweise auf den Mieter ab. Im Normalfall müssen Sie als Mieter nicht automatisch zum Ende des Mietverhältnisses tätig werden, sondern eher in gewissen regelmäßigen Zeitabständen. Hier fangen die Probleme an, denn oft werden in diesem Zusammenhang Vertragsklauseln verwendet, die unwirksam sind.

Übliche Zeitabstände für die Schönheitsreparaturen sind:

Küche, Bad und Dusche alle 3 Jahre; WC, Flur, Wohn- und Schlafräume alle 5 Jahre und Nebenräume alle 7 Jahre. Werden diese Fristen aber fest und starr im Mietvertrag verankert, ist die Regelung ungültig - denn der Vermieter muss immer auch berücksichtigen, ob die Arbeiten überhaupt notwendig sind. So kann er nicht verlangen, dass Sie einen vor Kurzem renovierten Raum noch einmal streichen, nur weil gerade eine Frist abläuft. Darum muss jede derartige Fristenregelung eine Einschränkung haben, wie etwa "im Allgemeinen". Ob die Vertragsklausel in Ihrem Mietvertrag wirksam ist, kann Ihnen ein auf das Mietrecht spezialisierter Rechtsanwalt sagen - er kennt die entsprechenden Urteile der Gerichte.

Weitere unwirksame Regelungen sind zum Beispiel:

  • Der Mieter muss bei Auszug in jedem Fall renovieren, unabhängig vom Wohnungszustand,
  • der Mieter muss in den genannten Zeitabständen renovieren und zusätzlich bei Auszug,
  • der Mieter muss die Arbeiten wenn erforderlich vornehmen, mindestens aber in den genannten Zeitabständen,
  • der Mieter muss eine Fachfirma beauftragen, die malt und tapeziert,
  • der Mieter muss die Wohnung weiß streichen.

Die Gerichte sehen zwar ein, dass der Vermieter seine Wohnung in neutralen, üblichen Farbtönen zurück bekommen möchte. Diesbezügliche Vertragsklauseln sind jedoch oft unwirksam - etwa, wenn bestimmte Farben gewünscht werden oder sich die Klausel auch auf das laufende Mietverhältnis bezieht. Denn: Dem Mieter darf keine bestimmte Farbgebung der Wohnung vorgeschrieben werden, in der er wohnt. Abzuraten ist allerdings davor, die Wohnung absichtlich in tiefrot oder pink zurück zu geben: Allzu übertriebene Farbgestaltungen oder gar Schikanen muss sich der Vermieter nicht bieten lassen. Die Rechtsprechung zu diesem Thema ist sehr umfangreich. Bei Fragen oder Streitigkeiten in Ihrem Mietverhältnis ist die Beratung durch einen im Mietrecht erfahrenen Rechtsanwalt zu empfehlen.
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Rechtstipps zum Thema Schönheitsreparaturen

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