Ihren Anwalt für Asylrecht hier finden

Krisenherde und politische Unruhen sorgen für immer mehr Asylsuchende. Oft müssen Menschen aus ihrem Heimatland fliehen, weil sie dort politisch verfolgt würden. Für sie gibt es und gilt das Asylrecht, das im Grundgesetz verankert ist.

Was Sie zur Suche nach einem Anwalt für Asylrecht wissen müssen

Was kann ein Rechtsanwalt im Asylrecht für Sie tun?

Politisch Verfolgte haben in Deutschland Asylrecht. So steht es im Grundgesetz. Eingeführt wurde dies 1949, unter dem Eindruck des Zweiten Weltkrieges. Viele aus Deutschland geflüchtete Menschen hatten in anderen Ländern Asyl erhalten, nun sollte Deutschland als demokratischer Staat ebenfalls Menschen Schutz bieten, die aus politischen Gründen verfolgt wurden.

Nur: Wann gilt jemand als politisch verfolgt? Wie kann man nach der Flucht aus seinem Heimatland beweisen, dass man dort politisch verfolgt wurde? Hier kommt der Rechtsanwalt ins Spiel. Ein Anwalt für Asylrecht kann helfen, vor Gericht zu begründen, dass politische Verfolgung vorliegt und ein sogenannter Schutzgrund besteht.

Als politisch verfolgt gelten Menschen, die bei einer Rückkehr in ihr Herkunftsland einer schwerwiegenden Menschenrechtsverletzung ausgesetzt sein können, weil sie zum Beispiel bestimmte politische Ansichten vertreten, zu einer bestimmten ethnischen oder sozialen Gruppe gehören oder einer bestimmten Nationalität oder Religion angehören. Politische Verfolgung geht in der Regel vom Staat aus. Wird ein Antrag auf Asyl vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) abgelehnt, kann ein Anwalt für Asylrecht gegen diese Entscheidung für den Betroffenen beim Verwaltungsgericht Klage einreichen. Eine der wichtigsten Aufgaben eines im Asylrecht tätigen Juristen besteht darin, den Asylgrund der Verfolgung vor Gericht glaubhaft zu untermauern. Dies ist oft nicht einfach, da Beweismittel nur schwer zu erbringen sind oder sich Zeugen im Ausland befinden. Wer aus einem sicheren Drittstaat eingereist ist, hat kaum Chancen. Deshalb ist bei der Anhörung des Asylbewerbers durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge die Reiseroute ein wichtiges Thema.

Ist der Asylantrag erfolglos, kann der Rechtsanwalt für Asylrecht vor dem Verwaltungsgericht Klage gegen diese Entscheidung einreichen. Ob eine Klage Aussicht auf Erfolg hat, muss der Jurist im Einzelfall beurteilen. Die Fristen für das Einreichen einer Klage sind kurz; sie betragen im Asylrecht nur ein bis zwei Wochen nach Zugang des Ablehnungsbescheides. Wird keine Klage eingereicht, muss der Betroffene innerhalb von 30 Tagen ausreisen. Allerdings gelingt es erfahrenen Anwälten zuweilen auch, für ihren Mandanten zumindest den Flüchtlingsstatus durchzusetzen.

Wie kommt man nun zu einem Anwalt für Asylrecht?

Einfach und schnell geht dies beim Anwalt-Suchservice. Geben Sie das Rechtsgebiet “Asylrecht” und den Namen Ihrer Stadt in die Suchmaske ein, und schon erhalten Sie Rechtsanwälte vor Ort angezeigt, die in diesem Bereich tätig sind. Jetzt können Sie den Namen eines Anwalts anklicken, um auf eine Seite zu kommen, auf der dieser sich Ihnen vorstellt. Hier finden Sie nähere Informationen über seine Qualifikationen, seine Tätigkeitsschwerpunkte und seine Kanzlei. Auf diese Weise können Sie auch mehrere Anwälte miteinander vergleichen und sich den aussuchen, der Ihnen am besten zusagt. Von der Seite mit der Kanzleibeschreibung aus können Sie dem Anwalt direkt eine Nachricht zukommen lassen. Sie können sich aber auch seine Kontaktdaten ausdrucken und sich seinen Standort auf einer Karte ansehen.

Auf dem Weg zum Anwaltstermin

Hat man sich für einen Rechtsanwalt für Asylrecht entschieden, ist es Zeit, den Termin vorzubereiten. Wichtig ist es, alle notwendigen Unterlagen mit zum Anwalt zu nehmen. Dies sind zum Beispiel alle behördliche Bescheide und Schreiben, wie eine Ablehnung eines Asylantrages, aber auch Ausweisdokumente und schließlich alles, was dazu dienen kann, eine Verfolgung im Heimatland nachzuweisen. Betroffene sollten sich bereits vor dem Termin überlegen, welche möglichen Beweismittel es dafür gibt, wie etwa Zeugen oder Dokumente.

Was kostet ein Rechtsanwalt für Asylrecht?

Nun folgt die Erstberatung durch den Anwalt. Dabei führt dieser eine erste Einschätzung Ihres Falles durch und gibt Ihnen einen Überblick darüber, wie es nun weitergehen kann. Nun können Sie sich entscheiden, ob Sie diesen Anwalt mit Ihrem Fall beauftragen wollen. Eine Erstberatung ist aber nicht umsonst. Die Kosten betragen laut Gesetz höchstens 190 Euro plus Mehrwertsteuer. Welche Kosten im weiteren Verlauf des Verfahrens entstehen, richtet sich nach dem Gegenstandswert und auch danach, welche Schritte der Rechtsanwalt für Sie unternehmen soll. Für eine außergerichtliche Beratung wird dabei ein anderer Betrag fällig, als für eine Vertretung vor Gericht.

Bei einem Gerichtsprozess muss der Mandant selbst seine Anwaltskosten bezahlen, wenn er verliert. Betroffene in schwierigen finanziellen Verhältnissen können Prozesskostenhilfe beantragen. Diese gibt es als staatliches Darlehen, welches zurückgezahlt werden muss. Allerdings wird sie nur gewährt, wenn der Fall Aussicht auf Erfolg hat. Bei der erforderlichen Begründung kann der Anwalt helfen. Wie deutsche Staatsbürger können auch Ausländer mit wenig Geld die staatliche Beratungshilfe beim örtlichen Amtsgericht beantragen. Diese deckt jedoch nur eine außergerichtliche Beratung ab, die nichts mit einem Prozess vor Gericht zu tun hat.

Gerichtskosten fallen bei Verfahren im Asylrecht nicht an. Im Rahmen der Erstberatung kann Ihnen der Rechtsanwalt auch eine Einschätzung über die Kosten geben.

Praxistipp

Ein Rechtsanwalt für Asylrecht kann Ihnen helfen, gegen die Ablehnung eines Asylantrages vorzugehen, einen Familiennachzug durchzusetzen oder eine drohende Abschiebung zu verhindern. Im Bereich des Asylrechts kennen sich nicht viele Anwälte gut aus. Daher ist es wichtig, einen Juristen auszuwählen, der sich auf dieses Gebiet als Schwerpunkt seiner Arbeit spezialisiert hat.


zuletzt aktualisiert am 13.08.2019