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Die Zwangsversteigerung ist in vielen Fällen das Ende des Traums vom Eigenheim. Vor allem wenn Kredite nicht mehr bedient werden können, ist die Zwangsversteigerung für Banken oft der einzige Weg, doch noch an "ihr Geld" zu kommen.

Zwangsversteigerung: Wenn kein anderer Weg mehr bleibt

blauf der Zwangsversteigerung

Die Zwangsversteigerung ist ein besonderes Verfahren der Zwangsvollstreckung. Deswegen finden auf Zwangsversteigerungen die Vorschriften des Zwangsversteigerungsgesetz (ZVG) Anwendung. Zwangsversteigerungen finden grundsätzlich in Bezug auf unbewegliche Sachen statt, es werden also nur Immobilen (Häuser, Wohnungen und Grundstücke) zwangsversteigert. Weil Grundstücke und Gebäude auf Grundstücken juristisch eins sind, werden Grundstücke immer mit den darauf stehenden Gebäude zwangsversteigert. Teilweise werden im Rahmen einer Zwangsversteigerung auch bewegliche Sachen mit versteigert, vor allem wenn es sich bei einem Betrieb um die zum Betrieb gehörenden Anlagen handelt. Aber auch Schiffe und Flugzeuge und grundstücksgleiche Rechte unterliegen der Zwangsversteigerung.

Zwangsversteigerung als Gerichtsverfahren

Die Zwangsversteigerung ist ein Gerichtsverfahren. Sie wird nur auf Antrag des Gläubigers durchgeführt - meistens also auf Antrag einer Bank. Hat das zuständige Gericht das Zwangsversteigerungsverfahren eingeleitet hat das für den Eigentümer der Immobilie unmittelbare Folgen: Die Immobilie wird mit einem Versteigerungsvermerk im Grundbuch versehen und der Hauseigentümer darf nicht mehr über sein Grundstück, über sein Haus oder seine Eigentumswohnung verfügen. Meistens wird dann der Wert der Immobilie mit einem Wertgutachten ermittelt und festgelegt. Danach erfolgt die öffentliche Bekanntmachung des Versteigerungstermins. Bei der Zwangsversteigerung erhält der Höchstbietende den Zuschlag und wird neuer Eigentümer der Immobilie. Das Höchstgebot im ersten Versteigerungstermin muss mindestens 5/10 des Verkehrswertes erreichen. Der Eigentümer der zu versteigernden Immobilien kann schließlich auch den Zuschlag verhindern, wenn das Höchstgebiet unter 7/10 des Verkehrswertes liegt und durch den Betrag nicht sämtliche Kosten gedeckt sind.

Besonderer Hinweis

Zwangsversteigerungen sind für betroffene Eigentümer von Immobilien oftmals ein harter Schlag. Für potenzielle Käufer hingegen ist eine Zwangsversteigerung oft eine gute Gelegenheit, günstig an eine Immobilie zu kommen. Vor allem Eigentümer von Häusern oder Wohnungen, denen eine Zwangsversteigerung droht, weil ein Kredit nicht mehr bedient werden kann, sollten unbedingt die Hilfe eines Rechtsanwaltes in Anspruch nehmen, der mit dem Verfahren der Zwangsversteigerung gut vertraut ist.

Denn als Schuldner einer Bank und Eigentümer eine Immobilie hat man wenige Möglichkeiten die Zwangsversteigerung zu verhindern. Aber in bestimmten Fällen kann er eine einstweilige Einstellung des Versteigerungsverfahrens für höchstens sechs Monate beantragen. So gewinnt man Zeit, um nach Alternativen zur Zwangsversteigerung zu suchen.

Wie so etwas funktionieren kann - darüber klärt Sie ein Rechtsanwalt mit Kenntnissen im Zwangsversteigerungsrecht auf. Finden Sie ihn über den Anwalt-Suchservice!

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