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Eine Berufung ist ein Rechtsmittel des deutschen Prozessrechts. Dieses Rechtsmittel kommt sowohl im Zivilrecht als auch im Strafrecht zur Anwendung. Die Berufung wird bei der nächsthöheren Gerichtsinstanz eingelegt. Mit ihr kann das Urteil der ersten Instanz auf formelle und sachliche Fehler überprüft werden.

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Die Berufung

Ist gegen Sie ein Strafurteil in erster Instanz ergangen? Erwägen Sie, ein Rechtsmittel einzulegen? Mit Hilfe der Berufung können Sie im Strafrecht Urteile erster Instanz des Strafrichters und des Schöffengerichts anfechten. Überprüft wird das erstinstanzliche Urteil dann vom nächsthöheren Gericht. In diesem Text geht es um die strafrechtliche Berufung; dieses Rechtsmittel kann jedoch auch gegen zivilrechtliche Urteile erster Instanz eingelegt werden.

Rechtsmittelfrist

Wichtig ist es, die gesetzlich fetgelegte Frist zu beachten, innerhalb der die Berufung eingelegt werden muss. Diese beträgt nur eine Woche ab Verkündung des erstinstanzlichen Urteils. Die Berufung kann schriftlich oder mündlich eingereicht werden. Ansprechpartner dafür ist die Geschäftsstelle des Amtsgerichts, an dem das erste Urteil ergangen ist. Ein auf das Strafrecht spezialisierter Rechtsanwalt kann für Sie die Berufgung einlegen.

Mit Begründung oder ohne?

Die Berufung muss nicht unbedingt begründet werden. Eine Begründung kann jedoch empfehlenswert sein - zum Beispiel dann, wenn es um komplizierte rechtliche oder sachliche Zusammenhänge geht, die in der mündlichen Hauptverhandlung schlecht oder zeitaufwändig zu erklären sind. Eine schriftliche Erklärung des Problems im Vorwege kann viel vereinfachen. Ob eine Begründung ratsam oder hilfreich ist, sollte der mit Ihrer Verteidigung beauftragte Rechtsanwalt entscheiden - denn dies ist eine Frage seiner Taktik, um für Sie das Beste herauszuholen.

Auf einzelne Punkte beschränken?

Die Berufung kann auf einzelne Punkte des angegriffenen Urteils beschränkt werden - z.B. auf das Strafmaß. Gibt es keine solche Einschränkung von Seiten des Angeklagten bzw. seines Verteidigers, wird der gesamte Inhalt des Urteils überprüft.

Rechtskraft

Wurde Berufung eingelegt, hat das erstinstanzliche Urteil zunächst einmal keine Rechtskraft - es wird nicht vollstreckt.

Schlimmeres Urteil im Berufungsverfahren?

Hat nur der Angeklagte Berufung eingelegt, darf keine Verschlechterung des Urteils für ihn stattfinden. Wurde jedoch auch von der Staatsanwaltschaft Berufung beantragt, kann das Gericht sehr wohl eine schärfere Strafe als beim ersten Verfahren verhängen. Manche Gerichte schlagen in solchen Fällen dann die beidseitige Rücknahme der Berufung vor. Hier ist wieder der gute Rat eines qualifizierten Strafverteidigers hilfreich.

Umfang der Überprüfung

Die Berufungsinstanz ist die letzte Tatsacheninstanz. Das heißt: Hier können noch Tatsachen überprüft und vorgetragen werden, die mit dem Tatgeschehen zu tun haben, Beweismittel vorgetragen oder alte Beweismittel widerlegt werden. Zwar gibt es nach der Berufung noch die Möglichkeit, Revision einzulegen. Bei dieser werden aber nur noch rechtliche Fehler des Urteils überprüft. Für neue Beweise ist es nach der Berufung also zu spät.

Eine spezielle Art der Berufung ist die Annahmeberufung. Wurde in erster Instanz eine Geldstrafe von nicht mehr fünfzehn Tagessätzen verhängt, ist die Berufung nur zulässig, wenn das Berufungsgericht sie annimmt.
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