Checkliste zum Gebrauchtwagenkauf

23.09.2013, Redaktion Anwalt-Suchservice / Lesedauer ca. 2 Min. (121 mal gelesen)
Laut einer aktuellen Umfrage haben in diesem Jahr mehr als fünf Millionen Deutsche die Absicht einen Gebrauchtwagen zu erwerben. Damit sich das neu erworbene Fahrzeug nach dem Kauf nicht als Schrottkarre herausstellt, haben wir eine Checkliste für den Gebrauchtwagenkauf zusammengestellt.

Kauf beim Händler oder von Privat? 
Ist die Entscheidung ein gebrauchtes Fahrzeug zu erwerben gefallen, stellt sich schnell die Frage wo dieses Fahrzeug am besten erworben wird.
Der Kauf eines gebrauchten Autos beim Autohändler hat den Vorteil, dass der Händler für mögliche Sachmängel am Fahrzeug haften muss. Wichtig ist, dass der Autohändler einen Formularvertrag mit den "Allgemeinen Geschäftsbedingungen für den Kauf von gebrauchten Kraftfahrzeugen und Anhängern" des ZDK (Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe e.V.) verwendet. Damit erhält der Autokäufer neben der Sachmängelhaftung auf ein Rücktrittsrecht vom Kaufvertrag und Schadensersatzansprüche falls das gebrauchte Auto zu spät geliefert wird. Der Autohändler ist angehalten ein Übergabeprotokoll anzufertigen. Sollte der Zustand des Autos von diesem im Nachhinein erheblich abweichen, kann der Autokäufer Nachbesserung vom Händler verlangen.

Beim Gebrauchtwagenkauf von Privatpersonen kann die Sachmängelhaftung ausgeschlossen werden! Hier gilt es ganz besonders auf den Zustand des Autos zu achten. Auch hier ist der Formularvertrag und ein Übergabeprotokoll anzuraten.

Fahrzeugpapiere kontrollieren!
Die Angaben von Fahrzeugschein und Fahrzeugbrief- wie etwa die Fahrgestellnummer -müssen übereinstimmen. Im Fahrzeugbrief steht das Datum der Erstzulassung, so lässt sich überprüfen wie alt das Fahrzeug ist. Man sollte auch darauf achten, dass der Verkäufer tatsächlich der Eigentümer des Autos ist.

Serviceheft anschauen!
Im Serviceheft sind alle vorgenommenen Inspektionen vermerkt. Hier lässt sich leicht erkennen, ob und wie ein Auto gepflegt wurde. Ein Hinweis ist auch, ob das Fahrzeug in einer Vertragswerkstatt überprüft wurde, oder beim Schrauber um die Ecke.

Probefahrt machen!
Bei einer Probefahrt lässt sich der Zustand des Fahrzeugs gut überprüfen. Das Fahrzeug sollte sofort anspringen und beim Fahren keine unüblichen Geräusche machen. Die Bremsen müssen exakt funktionieren. Das Getriebe ist in Ordnung, wenn Sie leicht und exakt schalten können. Das Auto muss auf gerader Strecke die angegebene Höchstgeschwindigkeit erreichen.

Karosserie und Fahrwerk prüfen!
Beim Auto sollte auf Roststellen und überlackierte Unfallschäden geachtet werden. Daneben ist die Überprüfung der Reifenprofile wichtig. Diese sollten mindestens vier Millimeter Tiefe haben. So dick sollten auch die Bremsklötze sein. Bei der Kühlflüssigkeit ist es wichtig, dass sie weder ölig noch rostig ist.