Die digitale Arbeitswelt 4.0

04.04.2018, Autor: Herr Matthias Berger (44 mal gelesen)
Der Artikel beschäftigt sich mit rechtlichen Fragestellungen im Zusammenhang mit der digitalen Arbeitswelt 4.0, insbesondere mit der im Mai 2018 in Kraft tretenden Datenschutzgrundverordnung.

04. April 2018

Die Wörter „Digitalisierung“ und „Arbeitswelt 4.0“ liegen im Trend. Sie sind in aller Munde. Jeder kennt die Begriffe. Jeder nutzt sie. Unternehmen setzen zunehmend auf diese Entwicklung. Dies zum einen, um wettbewerbsfähig zu bleiben, zum anderen, um anspruchsvoller - teilweise rar - gewordenen Fachkräften ansprechende und moderne Arbeitsplatzbedingungen anbieten zu können.

Der Einsatz digitaler Arbeitsmittel in Unternehmen, (grenzüberschreitende) Home-Office- und Internetarbeitsplatzanbindungen, Cloud-Anwendungen, teilweise privat genutzte Firmenhandys, private Internet- und E-Mail-Nutzung, der Einsatz neuer Medien bis hin zu biometrischen Zugangskontrollen werfen eine Vielzahl von datenschutzrechtlichen, arbeitsrechtlichen, teilweise auch von steuerrechtlichen Fragen auf. Nicht selten unterliegen diese Fragen der Mitbestimmung durch den Betriebsrat.

Diese Fragen werden Arbeitgebern in einer Vielzahl von Fällen erst dann bewusst, wenn sich diese Fragen stellen. Dann ist das Kind zumeist schon in den Brunnen gefallen. Relevant werden diese Fragen insbesondere dann, wenn sich ein bisher harmonisches Arbeitsverhältnis mit Mitarbeitern bereits erheblich eingetrübt hat und eine rechtliche Auseinandersetzung beinahe unausweichlich ist.

Nur wenige Vordenker und Lenker in Unternehmen haben bisher klare Regeln zur Nutzung digitaler Arbeitsmittel definiert: „Das brauchen wir nicht  –  viel zu teuer“, heißt es allzu oft.

Eine Entscheidung, die einem Unternehmen im wahrsten Sinne des Wortes „teuer zu stehen“ kommen könnte, denn am 25.08.2018 treten die europäische Datenschutzgrundverordnung und das geänderte Bundesdatenschutzgesetz in Kraft. Verstöße dagegen sind mit drakonischen Geldbußen und Sanktionen belegt. Die maximale Geldbuße beträgt bis zu 20 Millionen Euro oder bis zu 4% des gesamten weltweit erzielten Jahresumsatzes im vorangegangenen Geschäftsjahr; je nachdem, welcher Wert der höhere ist. Insofern stellt sich gegebenenfalls die Frage, einen Datenschutzbeauftragten zu bestellen oder auf eine externe Lösung zu setzen.

Unternehmen, die ihre Weichen in Richtung digitale Arbeitswelt 4.0 stellen wollen oder bereits gestellt haben, sind gut beraten, wenn sie in diesen Themen anwaltlichen Rat einer auf Wirtschaftsrecht spezialisierten Kanzlei einholen und sich rechtzeitig mit den rechtlichen Fragestellungen, die die digitale Arbeitswelt 4.0 mit sich bringt, befassen.

 

Für Rückfragen:

Kanzlei Berger
Rechtsanwalt Matthias Berger
Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
Sudetenstraße 25,
76694 Forst (Baden-Württemberg)
Fon:   07251/ 92 36 111
www.kanzlei-berger.eu


Gefällt Ihnen dieser Rechtstipp?
Ihre Bewertung:  stern_graustern_graustern_graustern_graustern_grau
Bisher abgegebene Bewertungen:
sternsternsternsternstern  3,0/5 (2 Bewertungen)

Autor dieses Rechtstipps

Rechtsanwalt
Matthias Berger

Kanzlei Berger

Weitere Rechtstipps (4)

Anschrift
Sudetenstraße 25
76694 Forst
DEUTSCHLAND

Telefon: 07251-9236111

Kontaktaufnahme
zum Kanzleiprofil von
Rechtsanwalt Matthias Berger
Suche in Rechtstipps

Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren:
2017-06-02, Autor Iris Koppmann (110 mal gelesen)

Heutzutage hinterlässt der Mensch regelmäßig neben den klassischen Vermögenswerten ein digitales Vermögen. Diese Nachlassgegenstände bezeichnet man auch „digitalen Nachlass“. Heutzutage hinterlässt der Mensch regelmäßig neben den ...

sternsternsternsternstern  3,8/5 (8 Bewertungen)
Digitales Erbe - Was passiert mit dem Online-Nachlass? © Rh - Anwalt-Suchservice
2018-04-12 15:13:33.0, Redaktion Anwalt-Suchservice (170 mal gelesen)

Stirbt heutzutage ein Mensch, hinterlässt er nicht nur Sachwerte und Geldvermögen. Heute gibt es oft einen digitalen Nachlass – etwa in Form von Social-Media- und Email-Accounts, Cloud-Daten und kostenpflichtigen Abos....

sternsternsternsternstern  4,1/5 (21 Bewertungen)
Autor: RA Dr. Thomas Engels, LL.M., LEXEA Rechtsanwälte, Köln – www.lexea.de
Aus: IT-Rechtsberater, Heft 10/2016

Virtuelles Spielgeld in einem Computerspiel ist als digitaler Inhalt im rechtlichen Sinn anzusehen. Das Widerrufsrecht beim Kauf digitaler Inhalte erlischt, wenn der Kunde der Ausführung des Vertrags ausdrücklich zustimmt. Diese Zustimmung kann nicht...

2016-12-06, Autor Bernd Fleischer (212 mal gelesen)

Die zunehmende Digitalisierung hat auch Auswirkungen auf das Urheberrecht. Mit Urteil vom 16. November 2016 hat der Europäische Gerichtshof die Urheberrechte von Autoren gestärkt (Az.: C-301/15). Das Gericht führte aus, dass nationale Regelungen ...

weitere Rechtstipps in der Rubrik Arbeitsrecht weitere Rechtstipps weitere Rechtstipps in der Rubrik Arbeitsrecht

Autor dieses Rechtstipps

Rechtsanwalt
Matthias Berger

Kanzlei Berger

Weitere Rechtstipps (4)

Anschrift
Sudetenstraße 25
76694 Forst
DEUTSCHLAND

Telefon: 07251-9236111

Kontaktaufnahme
zum Kanzleiprofil von
Rechtsanwalt Matthias Berger
Suche in Rechtstipps
Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen.   
Mehr Informationen  |  OK
Durch die Nutzung unserer Dienste, erklären Sie sich mit Cookies einverstanden.    Info
OK