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Das Nachlassgericht verwahrt und eröffnet Testamente und Erbverträge, ernennt und entlässt Testamentsvollstrecker, bestellt Nachlasspfleger und nimmt Erklärungen über eine Erbausschlagung entgegen. Bei Nachlassangelegenheiten ist es oft sinnvoll, sich von einem Anwalt für Erbrecht beraten zu lassen.

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Haben Sie geerbt? Auf zum Nachlassgericht!

Am Nachlassgericht kommt kaum jemand vorbei, der etwas geerbt hat. Das Nachlassgericht ist eine Abteilung des Amtsgerichts. Geht es um eine Erbschaft nach einem Testament oder Erbvertrag, wird dieses Dokument vom Nachlassgericht eröffnet. Hier erfahren Sie, ob und was Sie geerbt haben. Zuständig ist das Nachlassgericht an dem Ort, an dem der Verstorbene seinen letzten Wohnsitz hatte.

Der Erbschein

Ein wichtiges Dokument, das Sie beim Nachlassgericht erhalten. Er dient als Nachweis, dass Sie Erbe sind - zum Beispiel gegenüber Banken, Versicherungen und Grundbuchämtern. Denn wahrscheinlich müssen Sie Sparkonten auflösen, Versicherungen in Anspruch nehmen und womöglich ein Grundstück auf Ihren Namen eintragen lassen. Gegenüber Banken und Versicherungen reicht oft ein Testament mit dem Protokoll des Nachlassgerichts über die Testamentseröffnung aus. Beim Grundbuchamt kommen Sie meist um den Erbschein herum, wenn Sie ein notarielles Testament vorlegen können. Ein Erbschein kostet gutes Geld.

Testament gefunden? Gleich zum Nachlassgericht!

Wer das Testament oder einen Erbvertrag eines Verstorbenen findet, muss diese unverzüglich beim Nachlassgericht abliefern. Dazu ist er gesetzlich verpflichtet. Wird diese Pflicht missachtet, können Sie sich wegen "Urkundenunterdrückung" strafbar machen, riskieren Schadenersatzforderungen und gerichtliche Zwangsgelder. Womöglich werden Sie sogar als erbunwürdig angesehen und verlieren das, was Ihnen laut Testament an sich zusteht.

Die Testamentseröffnung

Diese Aktion ist meist unspektakulär und nicht so dramatisch, wie vom Fernsehen her gewohnt. Das Nachlassgericht versucht schon zuvor herauszufinden, ob es gesetzliche Erben gibt. Zur Testamentseröffnung können dann alle geladen werden, die mit dem Erbfall zu tun haben - Erben, Testamentsvollstrecker, Vermächtnisnehmer. Wurde das Testament eröffnet, wird es mit einem entsprechenden Vermerk versehen. Haben Sie keine Zeit - nun, zum Erscheinen verpflichtet sind Sie nicht. In vielen Fällen findet keine gemeinsame Testamentseröffnung statt - Sie erhalten nur ein Schreiben mit einer Kopie des Testaments und dem Eröffnungsprotokoll. Sie verstehen die im Testament getroffenen Regelungen nicht oder meinen, dass dies so nicht rechtsgültig sein kann? Dann ist ein Anwalt oder Fachanwalt für Erbrecht der sinnvolle Ansprechpartner.

Sonderregeln für gemeinschaftliche Testamente

Gemeinschaftliche Testamente werden meist von Ehegatten oder eingetragenen Lebenspartnern verfasst. Hier darf das Nachlassgericht bei der Testamentseröffnung die Verfügungen des Partners, der noch lebt, nicht bekannt geben - zumindest soweit diese von den Verfügungen des anderen Partners zu trennen sind. Durch diese Regel sollen Auseinandersetzungen über das Erbe zu Lebzeiten des Erblassers vermieden werden.

Die Testamentseröffnung ist ein wichtiger Termin, falls Sie das Erbe durch Erklärung gegenüber dem Nachlassgericht ausschlagen wollen. Dafür haben Sie sechs Wochen Zeit - angefangen von dem Tag, an dem Ihnen die Urkunde über die Testamentseröffnung zugestellt worden ist. Bei einer Erbausschlagung empfiehlt sich eine Beratung durch einen im Erbrecht kompetenten Rechtsanwalt.
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