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Mit Hilfe eines Testaments können Sie festlegen, was nach Ihrem Ableben mit Ihrem Vermögen passieren soll. Die gesetzliche Erbfolge kann per Testament abgeändert werden. Allerdings werden bei der Erstellung von Testamenten oft Fehler gemacht, die zu Streitigkeiten unter den Erben führen.

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Testament: Was ist zu beachten?

Was ist ein Testament?

Mit einem Testament können Sie Regelungen über Ihren Nachlass treffen, die von der gesetzlichen Erbfolge abweichen. Der Inhalt kann weitgehend frei bestimmt werden. Voraussetzung ist, dass der Erblasser testierfähig ist: Er muss also in der Lage sein, die Folgen der zu treffenden Regelungen zu begreifen. Der "letzte Wille" muss handschriftlich und eigenhändig niedergelegt werden. Die Unterschrift darf nicht fehlen, auch Ort und Datum sollten unbedingt dabeistehen. Bei einem gemeinschaftlichen Testament müssen beide unterschreiben. Das Testament muss nicht von einem Notar beurkundet werden. Dies kann jedoch freiwillig stattfinden. Ein privat erstelltes Testament kann jederzeit geändert werden - allerdings sollten Sie Änderungen immer mit Ort, Datum und Unterschrift versehen werden. Ein notarielles Testament kann jederzeit aus der amtlichen Verwahrung zurückgeholt werden, um Änderungen durchzuführen.

Was ist bei der Testamentsgestaltung zu beachten?

Die Inhalte eines Testaments ändern in aller Regel das gesetzliche Erbrecht und damit die gesetzliche Erbfolge ab. Die entsprechenden Regelungen sollten deshalb klar und eindeutig formuliert sein, um Streitigkeiten unter den Erben, oder gar eine Unwirksamkeit des Testaments zu vermeiden. Ehegatten oder Lebenspartner können im Übrigen auch ein gemeinschaftliches Testament errichten und damit letztwillige Verfügungen treffen, die aufeinander abgestimmt sind (z.B. Berliner Testament).

Was ist ein Berliner Testament?

Möchten Sie sicherstellen, dass Ihr sauer verdientes Geld, das Haus und die Sparguthaben nach Ihren Tod zunächst Ihrem Ehepartner zugutekommen, bevor die liebe Verwandtschaft darauf Zugriff hat? Dann ist ein Berliner Testament die richtige Lösung. Darin setzen sich die Ehegatten (oder die Partner einer eingetragenen Lebenspartnerschaft) gegenseitig zu Alleinerben ein. Verstirbt einer, erbt der andere. Erst nach dem Ableben des überlebenden Ehegatten sind Kinder oder sonstige Erben an der Reihe. So stellen Sie sicher, dass Ihr Partner weiter in den gewohnten vier Wänden bleiben kann und ggf. finanziell abgesichert ist - ohne dass Dritte ihm reinreden dürfen.

Was ist eine Testamentsanfechtung?

Bei einer Testamentsanfechtung geht es einem vermeintlichen oder im Testament bedachten Erben darum, den im Testament erklären letzten Willen des Erblassers anzugreifen, weil er sich benachteiligt fühlt. Grund dafür können Irrtümer des Erblassers bei der Erstellung des letzten Willens sein oder auch, dass dieser bei der Testamentserstellung bedroht wurde.

Was bedeutet Testamentsvollstreckung?

Oft wird das Vermögen des Verstorbenen (sog. Erblasser) mit einem Testament oder einem Erbvertrag unter den Erben aufgeteilt. Damit der letzte Wille des Erblassers auch nach seinem Tod gewahrt wird, kann er einen Testamentsvollstrecker benennen. Der Testamentsvollstrecker kann aber auch durch einen vom Erblasser ermächtigten Dritten oder vom Nachlassgericht bestimmt werden. Dem Testamentsvollstrecker steht während der Testamentsvollstreckung das alleinige Verwaltungsrecht über das Erbe zu. Den Erben ist es in diesem Zeitraum grundsätzlich nicht erlaubt, über Gegenstände, die zum Nachlass gehören, zu verfügen.

zuletzt aktualisiert am 20.10.2017

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