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Als Erbe haftet man grundsätzlich vollständig mit dem eigenen Privatvermögen für die zum Nachlass gehörigen Verbindlichkeiten. Die Haftung kann aber auf den Nachlass beschränkt werden, wenn man entweder Nachlassverwaltung oder Nachlassinsolvenz beantragt.

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Informationen zur Nachlassinsolvenz

Das Insolvenzverfahren

Die Regelungen für das Insolvenzverfahren sind in der Insolvenzordnung (InsO) zu finden. Als Eröffnungsgrund für ein Insolvenzverfahren kommen grundsätzlich entweder Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung in Betracht. Das gilt auch für die sogenannte Nachlassinsolvenz. Die Nachlassinsolvenz ist als besondere Art des Insolvenzverfahrens in den §§ 315 ff. InsO mit besonderen Vorschriften geregelt. Das Nachlassinsolvenzverfahren beginnt mit dem Antrag auf Eröffnung des Verfahrens.

Die Nachlassinsolvenz und Prüfpflicht

Als Nachlass bezeichnet man das gesamte Vermögen, das eine verstorbene Person einem Alleinerben oder einer Erbengemeinschaft hinterlässt. Hierzu zählen auch sämtliche Verbindlichkeiten des Verstorbenen. Diese Verbindlichkeiten können dazu führen, dass der Nachlass überschuldet ist, weil die Verbindlichkeiten das Vermögen wertmäßig übersteigen. Als Erbe ist man verpflichtet, den Nachlass umgehend zu prüfen und die Nachlassinsolvenz unverzüglich zu beantragen, wenn man feststellt, dass der Nachlass zahlungsunfähig oder überschuldet ist. Kommt man dieser Pflicht nicht nach, kann man sich unter Umständen auch einer Insolvenzverschleppung strafbar machen.

Eröffnung des Nachlassinsolvenzverfahrens

Die Nachlassinsolvenz kann grundsätzlich von jedem Erben, vom Nachlassverwalter, vom Testamentsvollstrecker oder jedem Nachlassgläubiger beantragt werden. Zuständig für die Nachlassinsolvenz - und damit auch das Nachlassinsolvenzverfahren - ist als Insolvenzgericht das Amtsgericht am letzten Wohnsitz des Verstorbenen. Das Insolvenzgericht eröffnet das Verfahren für die Nachlassinsolvenz allerdings nur, wenn es davon ausgehen kann, dass zumindest die Verfahrenskosten gedeckt sind. Andernfalls liegt eine "Dürftigkeit" vor, die der Erbe gegenüber den Gläubigern als Dürftigkeitseinrede geltend machen kann.

Mögliche Haftungsrisiken für den Erben

Kommt der Erbe seine Prüfungs- und Antragspflicht im Falle einer Nachlassinsolvenz nicht rechtzeitig nach, haftet er zivilrechtlich gegenüber den Gläubigern für den entstehenden Schaden. Hierzu reicht bereits die fahrlässige Versäumnis. Wenn man eine Nachlassinsolvenz zu spät erkennt, muss man gegebenenfalls den entstehenden Schaden aus dem eigenen Privatvermögen ersetzen. Zu prüfen, ob bei einer Erbschaft eine Nachlassinsolvenz vorliegt, ist also zeitnah ratsam.

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