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Die Unfallversicherung dient der Absicherung vor Folgen eines Unfalls und ist Bestandteil des gesetzlichen Gesundheitssystems. Mit Fragen rund um die Leistungspflicht von Unfallversicherungen beschäftigt sich das Unfallversicherungsrecht.

Unfall und Versicherungsschutz: Ansprüche nach dem Unfallversicherungsrecht

Die gesetzliche Unfallversicherung

Die gesetzliche Unfallversicherung als Teil des Unfallversicherungsrechts zählt zur Sozialversicherung. Die gesetzlichen Grundlagen im Unfallversicherungsrecht finden sich im Sozialgesetzbuch und dort im siebten Buch. Die Leistungen der Unfallversicherung sollen im Falle von Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten und arbeitsbedingten Gefahren im Schadensfall die Leistungsfähigkeit des Betroffenen wieder herstellen bzw. erlittene Schäden (Invalidität etc.) ausgleichen. Neben Regelungen zur Verhütung von Arbeitsunfällen und arbeitsbedingten Gefahren sowie dem Ausgleich in Schadensfällen, zählt auch die Aufsicht auf dem Gebiet der Arbeitssicherheit, der Unfallverhütung und des Gesundheitsschutzes zum Unfallversicherungsrecht.

Ebenfalls Teil des Unfallversicherungsrechts ist die Berufskrankheitenverordnung (BKV).

Versicherte und Leistungen nach dem Unfallversicherungsrecht

Nach dem Unfallversicherungsrecht sind in der gesetzlichen Unfallversicherung pflichtversichert: Beschäftige, Kinder, die eine Kindestagesstätte besuchen, Schüler, Studenten, Auszubildende, Landwirte, Pflegepersonen, Helfer bei Unglücksfällen, Helfer im Zivilschutz oder Katastrophenschutz, Blutspender und Organspender. Außerdem können sich Unternehmer, Selbstständige und Freiberufler freiwillig gesetzlich unfallversichern lassen.

Die Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung umfassen medizinische und berufsfördernde Leistungen zur Rehabilitation, Lohnersatzleistungen oder Entschädigungsleistungen in Geld wie beispielsweise das Verletztengeld, die Verletztenrente und die Hinterbliebenenrente. Bei Sachleistungen kommen auch Haushaltshilfe, ärztliche Behandlung und häusliche Krankenpflege in Betracht.

Gesetzliche und private Unfallversicherung nach dem Unfallversicherungsrecht

Neben der gesetzlichen Unfallversicherung kennt das Unfallversicherungsrecht auch die Möglichkeit der privaten Unfallversicherung. Dabei wird der Versicherungsschutz vertraglich geregelt, die gesetzlichen Grundlagen finden sich hier im Versicherungsvertragsgesetz (VVG). Die Leistungen der privaten Unfallversicherung sind abhängig vom Inhalt des Versicherungsvertrags.

Der besondere Hinweis im Unfallversicherungsrecht

Das Unfallversicherungsrecht führt häufig dann zu Streitigkeiten, wenn es darum geht, ob und wie weit Versicherungsschutz durch die Unfallversicherung besteht. Zum Beispiel können bei Wegeunfällen Ansprüche wegfallen, wenn der Weg von der Wohnung zur Arbeit unterbrochen oder verlängert wird.

Bei Streitigkeiten im Unfallversicherungsrecht geht es oft um viel - gerade wenn es um etwaige Folgekosten von Unfällen geht. Deshalb sollte man im Unfallversicherungsrecht immer rechtzeitig einen Anwalt zu Rate ziehen, der kompetent bei der Geltendmachung von Ansprüchen nach dem Unfallversicherungsrecht zur Seite stehen kann - vor allem wenn die Unfallversicherung die Leistung verweigert.