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Das Forderungseinzugsrecht ist die Gesamtheit der gesetzlichen Regelungen, die sich mit der Einziehung von Forderungen befassen. Ein anderer Begriff für Forderungseinzug ist "Inkasso", weshalb das Rechtsgebiet auch Inkassorecht genannt wird.

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Forderungseinzugsrecht: Forderungen rechtmäßig durchsetzen

Die gesetzlichen Vorgaben im Forderungseinzugsrecht

Das Forderungseinzugsrecht findet seine rechtlichen Grundlagen vor allem im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB). Ergänzt werden die Regelungen durch das Rechtsberatungsgesetz (RBerG). Eine Forderung ist die Einforderung eines Rechts oder die Geltendmachung eines vertraglichen oder gesetzlichen Anspruchs. Hierfür kann sich der Gläubiger - also der Inhaber einer Forderung - eines Unternehmens oder eines Rechtsanwalts bedienen, das bzw. der die Forderung für ihn oder in seinem Namen einzieht. Das Gesetz kennt im Forderungseinzugsrecht zwei Varianten der Forderungsbeitreibung: Bei der sogenannten Inkassozession tritt der Gläubiger seine Rechte an der Forderung vollumfänglich an einen Dritten ab. Dies geschieht im Rahmen eines Abtretungsvertrages. In den meisten Fällen kassiert der Alt-Gläubiger von dem Dritten einen Betrag, der sich nach dem Wert der abgetretenen Forderung richtet. Die Abtretung hat zur Folge, dass der bisherige Gläubiger alle Rechte an der Forderung verliert und selbst von seinem Gläubiger nichts mehr verlangen kann. Oft wird neben der Abtretung vertraglich vereinbart, dass die Rechte an der Forderung nur zur Einziehung abgetreten werden. Beim sogenannten Inkassomandat erhält der Dritte vom Gläubiger nur die Berechtigung, die Forderung für den Gläubiger einzuziehen.

Vergütung, Kostentragung und Inkassobüro

In den meisten Fällen schließen der Gläubiger und der Dritte, der die Forderung einziehen soll, eine Vergütungsvereinbarung bzw. vereinbaren Erfolgsprovision. Die Vereinbarung ist grundsätzlich unabhängig von der Forderung, die eingezogen werden soll. Vorgaben macht das Forderungseinzugsrecht nur wenige, denn die Inkassovergütung darf nur nicht sittenwidrig oder wucherisch sein. Grundsätzlich muss der Schuldner der Forderung die Rechtsverfolgungskosten tragen, auch beim Forderungseinzug. Inzwischen wurde aber gesetzlich festgelegt, dass die Inkassokosten die Kosten eines Rechtsanwaltes nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz nicht übersteigen dürfen. Der wohl bekannteste Fall des Forderungseinzugs ist die Beauftragung eines Inkassobüros. An den Betrieb eines Inkassobüros sind zu erfüllende gesetzliche Voraussetzungen geknüpft. Denn grundsätzlich obliegt der Einzug fremder Forderungen Rechtsanwälten. Wer kein Rechtsanwalt ist und dennoch im Forderungseinzugsrecht tätig werden möchte, der benötigt eine Inkassolizenz. Erteilt wird die Lizenz durch das örtliche Amtsgericht.

Besonderer Tipp

Landet ein Brief eines Inkassobüros in Ihrem Briefkasten, gilt es zwei Dinge zu prüfen - am besten mit Hilfe eines Rechtsanwaltes mit speziellen Kenntnissen und Erfahrungen im Forderungseinzugsrecht: Einerseits sollte man prüfen, ob die Forderung wirklich besteht (Verjährung, Hemmung, etc.) und andererseits nachprüfen, ob auch die Geltendmachung von Inkassokosten rechtmäßig ist. Nehmen Sie in einem solchen Fall Kontakt mit einem qualifizierten Rechtsanwalt für Forderungseinzugsrecht auf und finden Sie ihn über den Anwalt-Suchservice.

Weiterführende Informationen zu Forderungseinzugsrecht

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Eine zunehmende Anzahl von Einzelpersonen und Familien ist überschuldet. In vielen Bereichen des Lebens steigen die Kosten rapide – speziell im Bereich Wohnen, aber auch bei Lebensmitteln oder anderen Ausgaben. Oft steigen die persönlichen Einnahmen nicht entsprechend mit. mehr ...

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Anwalt Verbraucherinsolvenzrecht
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Auch der Miterbe muss bei einem Aufgebotsverfahren zur Feststellung der Gläubiger des Nachlasses seine Forderung geltend machen. Versäumt er hier die Geltendmachung so verliert er seine Forderung. Ist bei einer Erbschaft unklar, welche ...

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2009-04-29, PM Verbraucherzentrale Sachsen e.V. vom 03.04.3009 (88 mal gelesen)
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Die staatliche Förderung nach dem 5. Vermögensbildungsgesetz ist in den letzten Jahren in den Schatten der Riester-Rente getreten. "Dennoch sollte diese Begünstigung nicht in Vergessenheit geraten", erinnert Andrea Hoffmann, Finanzexpertin der...

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2008-02-06, PM BMJ vom 30.01.2008 (167 mal gelesen)
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Das Bundeskabinett hat ein Gesetz zu besseren Durchsetzung von Forderungen innerhalb der Europäischen Union beschlossen. Mit dem "Gesetzentwurf zur Verbesserung der grenzüberschreitenden Forderungsdurchsetzung und Zustellung" werden die deutschen...

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- Insolvenzverwalter fordert Ausschüttungen zurück - Anleger sollten laufende Fristen beachten/Gefahr der Doppelzahlung Der Insolvenzverwalter der Fonds S&K Real Estate Value Added Fondsgesellschaft mbH (REVA) und Deutsche S&K Sachwerte Nr. 2 ...

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Die Veräußerung von Immobilienkrediten ist in letzter Zeit vielfach durch die Medien publik gemacht worden. Häufig werden ganze Kreditpakete durch Banken zu Refinanzierungszwecken veräußert. Bankgeheimnis und Datenschutz stehen dem nach der...

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Anleger, die ihr Geld in Gold der Cosma-Gruppe investiert haben, können jetzt ihre Forderungen beim Insolvenzverwalter anmelden. Die regulären Insolvenzverfahren über die Cosma Deutschland AG (Az.: 30 IN 1026/16), die Cosma Service GmbH ...

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Der von dem Insolvenzgericht Düsseldorf auf den 10. Juni 2016 angesetzte Termin versprach hohes Interesse, weil der „neue Insolvenzverwalter“ Dr. Biner Bähr detailliert über Fehlentwicklungen in der älteren und jüngeren Vergangenheit der WGF zu ...

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