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Die Unfallflucht wird auch als das "unerlaubte Entfernen vom Unfallort" bezeichnet. Autofahrer kommen sehr schnell in Gefahr, diese strafbare Handlung zu begehen. So reicht es bereits aus, nach einer leichten Beschädigung eines geparkten Fahrzeugs nur einen Zettel mit der eigenen Adresse zu hinterlassen.

Unfallflucht: Wie lange muss man warten?

Wann ist es Unfallflucht?

Beule beim Ausparken? Nix wie weg! Viele Menschen denken so, wenn sie Schäden an anderer Leute Fahrzeugen anrichten. Schließlich hat es ja keiner gesehen, und der Schaden erscheint gering. Aber: Für den, der das beschädigte Auto für gutes Geld gekauft hat, stellt sich die Sache anders dar. Ein kleiner Schaden kann bei einer Profi-Reparatur große Kosten verursachen. Der Gesetzgeber sieht jede Berührung zwischen zwei Fahrzeugen, bei der Schäden entstehen, als Unfall an - und jedes Sich-Entfernen vom Ort dieses Unfalls, ohne der anderen Person die Feststellung der eigenen Personalien zu ermöglichen, ist strafbar.

Unfall: Was muss ich als Beteiligter tun?

Sobald Sie an einem Unfall beteiligt sind, müssen Sie den anderen Beteiligten oder dem Geschädigten folgende Angaben machen:
  • eigene Personalien (Name, Adresse),
  • eigenes Fahrzeug (Marke, Typ, Farbe), Autokennzeichen,
  • Art der Unfallbeteiligung,
  • zusätzlich möglichst Angaben zur Versicherung.

Eine größere Beteiligung an der Unfallaufklärung ist nicht vonnöten. Dieses Mindestmaß muss aber sein - auch wenn Sie meinen, nicht schuld zu sein. Sobald Ihr Verhalten irgendwie zum Geschehen beigetragen haben kann, müssen Sie die Angaben machen.

Unfallflucht: Reicht der Notizzettel hinterm Scheibenwischer?

Wichtig: Ist der Unfallgegner nicht vor Ort, müssen Sie eine "angemessene Zeit" warten. Ein Zettel hinterm Scheibenwischer reicht nicht aus. Und: Sind Sie wieder zu Hause, empfiehlt es sich, einen im Verkehrsrecht kompetenten Rechtsanwalt aufzusuchen.

Unfallflucht: Wie lange ist eine angemessene Wartezeit?

Das hängt von der Situation ab - z.B. von der Tageszeit, vom Ort des Unfalls, vom Wetter, von der Verkehrslage. Bei Unfällen tagsüber in der Stadt ist eine längere Wartezeit zumutbar als bei Nacht an der Landstraße. Auch die vermutliche Schadenshöhe spielt eine gewisse Rolle - trotzdem sollten man mit dem Gedanken "das ist doch nur ein Kratzer" vorsichtig sein. Nur ein Sachverständiger kann sicher beurteilen, welcher Schaden wirklich entstanden ist. Die empfohlene Wartezeit liegt zwischen 30 und 90 Minuten, einigen Gerichten zufolge im Einzelfall auch mehr. Übrigens: Auch wenn während dieser Zeit niemand kommt, sind Sie nicht "aus dem Schneider": Sie dürfen nun weggehen, sind aber verpflichtet, unverzüglich bei der nächsten erreichbaren Polizeidienststelle ihre Angaben zu machen.

Unfallflucht bei Verletzung?

Benötigen Sie ärztliche Hilfe, kann nicht erwartet werden, dass Sie die Wartezeit an der Unfallstelle verbringen und dort womöglich verbluten. Auch wenn Sie sich berechtigtermaßen von der Unfallstelle entfernen, machen Sie sich jedoch strafbar, wenn Sie sich nicht unverzüglich - also nach der Behandlung so schnell wie möglich - bei der Polizei melden.

Nachmeldung bei der Polizei

Wer sich durch unerlaubtes Entfernen oder berechtiges Entfernen ohne unverzügliche Meldung bei der Polizei strafbar gemacht hat, kann den Unfall auch noch nachträglich melden. Vor Gericht zählt dies aber nur bei:
  • Unfällen außerhalb des fließenden Verkehrs,
  • mit unbedeutendem Sachschaden,
  • Meldung innerhalb von 24 Stunden.

Unfallflucht - Wann zum Anwalt?

Ein im Verkehrsrecht geschulter Rechtsanwalt kann Ihnen dabei helfen, einzuschätzen, wie lange Sie im konkreten Fall hätten warten müssen. Er kann Ihnen Tipps für den Umgang mit Polizei und Staatsanwaltschaft geben und beurteilen, wie wahrscheinlich es ist, dass ein Strafverfahren eröffnet wird. Für Sie geht es einerseits um eine Strafe, andererseits aber auch um Ihre Fahrerlaubnis. Denn bei Unfallflucht verstehen die Behörden keinen Spaß.

Haben Sie sich unerlaubt vom Unfallort entfernt, kann der Versicherungsschutz Ihrer KfZ-Haftpflicht erlöschen bzw. die Versicherung kann Sie in Regress nehmen. Auch Ihr Vertrag kann gekündigt werden.

zuletzt aktualisiert am 26.06.2017

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