Dachdämmungspflicht nach EnEV - in vielen Fällen nicht erforderlich!

03.12.2011, Autor: Herr Anton Bernhard Hilbert / Lesedauer ca. 1 Min. (8857 mal gelesen)
Die Frist für die Dachdämmung (bzw. der obersten Geschossdecke) nach der EnEV (Energie-Einsparungsverordnung) läuft am 31. Dezember 2011 ab. Jedoch ist in vielen Fällen eine teure Dämmung nicht erforderlich.

Ein Rechtstipp von Rechtsanwalt Anton Bernhard Hilbert Waldshut-Tiengen, Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht http://www.hilbert-simon.de Besuch erwünscht!

Nach der Energieeinsparverordnung (EnEV) müssen nach dem 31. Dezember 2011 begehbare, bisher ungedämmte oberste Geschossdecken beheizter Räume gedämmt werden (§ 10 Abs. 34 EnEV). Für nicht begehbare oberste Geschossdecken gilt die Dämmpflicht bereits seit dem 1. Februar 2002.

Aber nicht jede Decke muss tatsächlich auch bis Ende 2011 gedämmt werden. Wegen der erheblichen Kosten lohnt es sich, vorher genau zu prüfen, ob eine Dämmpflicht überhaupt besteht. Dabei kommt es entscheidend darauf an, ob die oberste Geschossdecke bereits gedämmt ist.

Gedämmt ist die oberste Decke schon dann, wenn sie den Mindestwärmeschutz nach DIN 4108-2003-07 einhält. Zu diesem Ergebnis kommt die Fachkommission Bautechnik der Bundesministerkonferenz im Juni 2011. Dies kann für alle massiven Deckenkonstruktionen ab Baujahr 1969 angenommen werden, ferner für alle Holzbalkendecken, unabhängig vom Baujahr.

Keine Dämmpflicht besteht bei Zweifamilienwohnhäusern, die vom Vermieter selbst bewohnt werden. Hier ist die Dämmpflicht – wenn sie denn besteht – erst im Falle eines Eigentümerwechsels nach dem 1. Februar 2002 vom neuen Eigentümer zu erfüllen (§ 10 Abs. 5 EnEV). Der hat dazu eine Frist von zwei Jahren ab dem Eigentumsübergang.


Nur die Sache ist verloren, die man aufgibt!



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