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Informationen zum Kapitalmarktrecht

Das Kapitalmarktrecht befasst sich mit allen gesetzlichen Vorschriften im Zusammenhang mit dem Kapitalmarkt, also mit dem Markt für Wertpapiere und verschiedenartigen Geldanlagen. Dieses Rechtsgebiet ist nicht einheitlich geregelt, sondern in einer Vielzahl verschiedener Gesetze enthalten. Zu seinen Untergebieten gehören das Aktienrecht, Wertpapierrecht und das Börsenrecht.

Ziel und Zweck

Das Kapitalmarktrecht verfolgt zwei Hauptziele:
  • Die Ergaltung eines funktionsfähigen Kapital- und Anlagemarktes,
  • den Schutz der Anleger.

Gesetzliche Vorschriften

Wichtige Gesetze aus dem Bereich des Kapitalmarktrechts sind zum Beispiel:
  • das Börsengesetz (BörsG),
  • das Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB),
  • das Depotgesetz (DepotG),
  • das Finanzdienstleistungsaufsichtsgesetz (FinDAG),
  • das Kreditwesengesetz (KWG),
  • das Verkaufsprospektgesetz (VerkProspG),
  • das Wertpapierhandelsgesetz (WpHG),
  • das Wertpapierprospektgesetz (WpPG),
  • das Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz (WpÜG),
  • das Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz (ZAG).

Anlegerschutz

Der Schutz von Geldanlegern wird immer wichtiger. In den letzten Jahren musste eine Vielzahl von Schiffsfonds, Immobilienfonds und anderen Fondsmodellen geschlossen oder abgewickelt werden. Anleger können hier viel Geld verlieren. So kann nicht nur die Investition selbst wertlos sein, in einigen Fällen werden auch bereits gezahlte Ausschüttungen von den Anlegern zurückgefordert. Das Anlegerrecht stellt insofern einen wichtigen Unterbereich des Kapitalmarktrechts dar. Investoren können jedoch auch Schadenersatzansprüche haben – etwa wegen einer Falschberatung oder aus der Prospekthaftung für unzutreffende oder fehlende Angaben im Verkaufsprospekt der jeweiligen Anlage. Einige Rechtsanwälte haben sich auf die Geltendmachung entsprechender Ansprüche spezialisiert und bezeichnen sich als Anlegeranwalt..

Wertpapierhandel

Das Wertpapierhandelsgesetz befasst sich unter anderem mit
  • den Befugnissen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin),
  • der Insiderüberwachung,
  • der Überwachung von Ratingagenturen,
  • der Überwachung des Verbots der Marktmanipulation,
  • den Informationspflichten der Emittenten gegenüber den Anlegern,
  • Verhaltens-, Organisations- und Transparenzpflichten,
  • der Haftung für falsche und unterlassene Kapitalmarktinformationen,
  • Finanztermingeschäften,
  • Schiedsvereinbarungen,
  • Finanzberichten der Emittenten.

Kreditwesen

Das Kreditwesengesetz enthält viele Vorschriften über die Organisation des Kreditwesens. Dazu zählen wieder die Kontrollbefugnisse der BaFin, aber auch Regelungen über die Anforderungen an die Ausstattung von Finanzinstituten und Finanzholding-Gruppen mit Eigenmitteln oder die staatliche Aufsicht bei der Vergabe von Groß- bzw Millionenkrediten. Institute unterliegen nach dem KWG bestimmten Anzeigepflichten; so müssen etwa Verluste von 25 Prozent der Eigenmittel oder diverse organisatorische Änderungen der Bundesbank und der BaFin angezeigt werden.

KAGB

Das Kapitalanlagegesetzbuch ist überwiegend am 13. Juli 2013 in Kraft getreten und setzte die europäische AIFM-Richtlinie um. Es hat das frühere Investmentgesetz abgelöst. Wichtige Neuregelungen betrafen Immobilienfonds und generell geschlossene Fonds. Auch letztere unterliegen nun einer stärkeren staatlichen Kontrolle. Sie haben rechtliche Fragen im Zusammenhang mit dem Kapitalmarktrecht? Beim anwalt-suchservice.de finden Sie erfahrene Rechtsanwälte, die das Kapitalmarktrecht zu ihrem Tätigkeitsschwerpunkt gemacht haben. Diese bieten Ihnen kompetente Unterstützung – sowohl im Rahmen einer Beratung als auch bei einer Vertretung vor Gericht.

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