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Pro Jahr wird vor deutschen Arbeitsgerichten in über 10.000 Zeugnisprozessen über den Anspruch auf Zeugniskorrektur gestritten. Hintergrund für diese Prozesse ist meist die Verwendung der "geheimen" Zeugnissprache.

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Informationen zum Zeugnissprache Arbeitszeugnis

Anspruch auf Erteilung eines Arbeitszeugnisses

Grundsätzlich hat jeder Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses Anspruch auf ein Arbeitszeugnis. Man unterscheidet zwischen dem Zwischenzeugnis, das im laufenden Arbeitsverhältnis ausgestellt wird und dem Endzeugnis, das nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses erteilt wird. Nach § 109 GewO kann der Arbeitnehmer grundsätzlich zwischen einem einfachen Arbeitszeugnis und dem qualifizierten Arbeitszeugnis wählen. Ein Arbeitszeugnis muss dabei grundsätzlich der Wahrheit entsprechen und darf das berufliche Fortkommen des Arbeitnehmers nicht unnötig erschweren. Das Zeugnis muss also wohlwollend formuliert sein.

Zeugnissprache

Weil offene Kritik deshalb verboten ist, hat sich der sog. Zeugniscode entwickelt, um Kritik auf diese Art und Weise zu verstecken. Der Zeugniscode wird auch als Geheimcode, Geheimsprache, Zeugnissprache oder Zeugnisstil bezeichnet. Daher klingt die Zeugnissprache zunächst gut. Durch bestimmte Worte, standardisierte Phrasen, Wortkombinationen, Musterformulierungen, Steigerungen, Übertreibungen oder Textbausteine bedeutet die Zeugnissprache aber oft das Gegenteil. Beispielsweise verbirgt sich hinter der Formulierung „Er hat alle Aufgaben ordnungsgemäß erledigt“ die Aussage, dass der Mitarbeiter ein Bürokrat ohne Eigeninitiative war. Ein ähnlicher negativer Effekt wird erzielt, indem Bestandteile, die regelmäßig zu einem Arbeitszeugnis gehören, wegelassen werden. Für künftige Arbeitgeber ist das Auslassen als Code der Zeugnissprache ein Signal, dass in dem Bereich Anlass zur Kritik besteht.

Zeugnissprache - wie Schulnoten

Aus den Standardformulierungen der Zeugnissprache ergeben sich verklausulierte Schulnoten in Arbeitszeugnissen. Die Formulierung "stets zur vollsten Zufriedenheit" steht für die Note 1, "stets zur vollen Zufriedenheit" für die Note 2, „"zur vollen Zufriedenheit" für die Note 3 und "zur Zufriedenheit" nur noch für die Note 4. Nach der Rechtsprechung müssen Arbeitszeugnisse heute mindestens "gut" sein. Schlechtere Arbeitszeugnisse hat der Arbeitgeber zu begründen. Der Arbeitnehmer muss also nicht nachweisen, dass er zu Unrecht mit dem Arbeitszeugnis in die Gruppe der schwächsten 13,4 Prozent aller Beschäftigten eingeordnet wurde. Ist ein Zeugnis "zu schlecht", können Sie sich gegen die Zeugnissprache juristisch wehren, wenn Sie zu verschlüsselten Negativurteilen führt. Denn dann kann ein Anspruch auf Zeugniskorrektur bestehen, der vor den Arbeitsgerichten geltend gemacht werden muss.

Sie haben Fragen zur Zeugnissprache?

Häufig sind es Kleinigkeiten, die wegen der Zeugnissprache aus einem hervorragenden Arbeitszeugnis eine verbale Hinrichtung machen. Sie sind sich unschlüssig über die Bedeutung Ihres Arbeitszeugnisses oder wissen nicht, ob Sie die Zeugnissprache richtig interpretieren oder wie eine Standardformulierung zu entschlüsseln ist? Fragen Sie einen Rechtsanwalt für Arbeitsrecht und finden Sie ihn mit dem Anwalt-Suchservice!

Weiterführende Informationen zu Zeugnissprache Arbeitszeugnis

Anwalt Zeugniskorrektur
Die Sprache in Arbeitszeugnissen - die auch als eine Art Geheimsprache bezeichnet wird - lässt ein Arbeitszeugnis oft auf den ersten Blick besser erscheinen als es ist. Findet man heraus, was wirklich im Zeugnis steht, stellt sich die Frage nach einem Anspruch auf Zeugniskorrektur. mehr ...

Anwalt Arbeitszeugnis
Ein Arbeitszeugnis erhält der Arbeitnehmer vom Arbeitgeber am Ende seines Arbeitsverhältnisses oder in manchen Fällen auch während dieses noch läuft. Man unterscheidet das einfache und das qualifizierte Arbeitszeugnis. mehr ...

Anwalt Urlaubsanspruch
Der Urlaubsanspruch ist das gesetzlich festgelegte Recht auf Erhohlungsurlaub. Er gibt Arbeitnehmern das Recht auf eine bestimmte Anzahl von Urlaubstagen pro Jahr. mehr ...

Anwalt Kündigungsschutzrecht
Das Kündigungsschutzrecht zählt zum Arbeitsrecht. Es schützt den Arbeitnehmer vor einer ungerechtfertigten Beendigung seines Arbeitsvertrages. Aus Sicht des Arbeitgebers legt es fest, welche Regeln für eine rechtlich saubere und abgesicherte Kündigung eingehalten werden müssen. mehr ...

Anwalt Mitbestimmungsrecht
Das Mitbestimmungsrecht ist ein Teil des Arbeitsrechts und befasst sich insbesondere mit Einflussmöglichkeiten von Arbeitnehmern auf Entscheidungen im Betrieb. Arbeitnehmervertreter können auf Unternehmensebene Mitbestimmung ausüben, die dazugehörigen Regelungen unterfallen ebenfalls dem Mitbestimmungsrecht. mehr ...

Anwalt Lohnsteuer
In Deutschland unterliegen alle möglichen Formen der Einkünfte, die man als Person oder Unternehmen erzielt, der Besteuerung. Geht es um Steuern, die Personen auf ihre Einkünfte erzielen müssen - spricht man von der Einkommensteuer - die Lohnsteuer ist die monatliche Vorauszahlung der Einkommensteuer von Arbeitnehmern. mehr ...

Anwalt Betriebsverfassungsrecht
Das Betriebsverfassungsrecht gehört zum Bereich des Arbeitsrechts. Es regelt die sogenannte Betriebsverfassung, also die betriebsinternern „Spielregeln“ im Verhältnis zwischen Arbeitgeber und Belegschaft. Die Mitarbeiter werden gegenüber dem Arbeitgeber durch den Betriebsrat vertreten. mehr ...

Anwalt Kündigungsschutzklage
In Deutschland gibt es verschiedene gesetzliche Regelungen, die Arbeitnehmern einen gewissen Kündigungsschutz zusichern. Mit der Kündigungsschutzklage strebt ein Arbeitnehmer nach einer Kündigung durch den Arbeitgeber die gerichtliche Feststellung an, dass sein Arbeitsverhältnis weiter besteht. mehr ...

Anwalt Arbeitsrecht
Das Arbeitsrecht regelt alle Rechtsbeziehungen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Ausgangspunkt für ein Arbeitsverhältnis ist in den allermeisten Fällen der Arbeitsvertrag. Jedoch lässt sich nicht jede Eventualität in einem Arbeitsvertrag abbilden. mehr ...

Anwalt Aufhebungsvertrag
Viele Verträge sind auf einen längeren Zeitraum ausgelegt. Sie enden zu einem bestimmten Termin – wie etwa ein Zeitmietvertrag oder ein befristetes Arbeitsverhältnis. Oder sie sind unbefristet und ihre Beendigung ist nur unter engen Voraussetzungen und mit Beachtung von Kündigungsfristen möglich. mehr ...

Anwalt Arbeitsplatz
Mit dem Begriff "Arbeitsplatz" ist umgangssprachlich die arbeitsvertragliche Rechtsbeziehung zwischen einem Arbeitnehmer und seinem Arbeitgeber gemeint. Der Arbeitsplatz kann jedoch auch der eng begrenzte Ort sein, an dem ein Arbeitnehmer seiner Tätigkeit nachgeht – etwa der Schreibtisch- oder PC-Arbeitsplatz. mehr ...

Anwalt Fristlose Kündigung
Die fristlose Kündigung eines Arbeitsverhältnisses zieht oft Rechtsstreitigkeiten vor dem Arbeitsgericht nach sich. Sie ist ein harter Schritt, der vom Kündigenden gut überlegt sein muss und dessen Wirksamkeit von mehreren Voraussetzungen abhängt. Viele fristlose Kündigungen sind rechtlich angreifbar. mehr ...

Anwalt Lebensversicherung
Die Lebensversicherung gibt es in zwei Varianten: Als Risikolebensversicherung und als Kapitallebensversicherung. Erstere bezweckt die Versorgung Ihrer Angehörigen, letztere stellt eine Investition dar. Bei Streitigkeiten mit Ihrer Versicherungsgesellschaft hilft Ihnen ein auf das Versicherungsrecht spezialisierter Rechtsanwalt. mehr ...

Anwalt Zeugnisverweigerungsrecht
Wer als Zeuge vor Gericht, vor der Staatsanwaltschaft oder einer anderen Behörde aussagen muss, kann in schwerwiegende Loyalitätskonflikte geraten. Deswegen steht Zeugen in bestimmten Fällen ein Zeugnisverweigerungsrecht zu. mehr ...

Anwalt Patientenverfügung
Mit diesem Schriftstück legt ein Mensch verbindlich fest, was mit ihm in medizinischer Hinsicht passieren soll, wenn er krankheits- oder unfallbedingt nicht mehr selbst über sein Schicksal entscheiden kann. Sie wird – irreführend – auch als „Patiententestament“ bezeichnet. Eine Patientenverfügung hat nichts mit dem Erbrecht zu tun – sie enthält keine Regelungen über den Nachlass. mehr ...

Anwalt Betriebsvereinbarung
Die Betriebsvereinbarung ist eine Art "Gesetz" für einen Betrieb bzw. für ein Unternehmen. Sie ist eine verbindliche Vereinbarung, die zwischen dem Betriebsrat und dem privaten Arbeitgeber geschlossen wird. Im öffentlichen Dienst werden vergleichbare Regelungen zwischen Personalrat und Dienststelle als Dienstvereinbarung bezeichnet. mehr ...

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Rechtstipps zum Thema Zeugnissprache Arbeitszeugnis

2012-09-06, Redaktion Anwalt-Suchservice (51 mal gelesen)
Rubrik: Diverse Themen

Am Ende eines Arbeitsverhältnisses hat der Arbeitnehmer ein Recht darauf vom Arbeitgeber ein qualifiziertes Arbeitszeugnis zu erhalten. Nicht immer ist der Arbeitnehmer begeistert von dem was er darin liest. Wir haben Urteile zusammengestellt, aus...

sternsternsternsternstern  4,5/5 (4 Bewertungen)
Zeugniscodes - die Geheimsprache im Arbeitszeugnis © Ben - Fotolia.com
2015-07-27, Redaktion Anwalt-Suchservice (427 mal gelesen)
Rubrik: Arbeitsrecht

Auch wenn immer wieder betont wird, dass es keine „Geheimsprache“ im Arbeitszeugnis gibt – es haben sich bestimmte Formulierungen eingebürgert, mit denen mehr oder weniger versteckt Aussagen über den Arbeitnehmer gemacht werden. Nicht immer sind...

sternsternsternsternstern  4,1/5 (13 Bewertungen)
Autor: RA FAArbR Dr. Norbert Windeln, LL.M., avocado rechtsanwälte, Köln
Aus: Arbeits-Rechtsberater, Heft 07/2014
Rubrik: Arbeitsrecht

Ein Arbeitnehmer, der während der letzten fünf Jahre seines insgesamt knapp zwölf Jahre andauernden Arbeitsverhältnisses zur Ausübung seines Betriebsratsamts vollständig von der Arbeit freigestellt war, kann vom Arbeitgeber nicht verlangen, dass...

2013-06-03, Autor Volker Schneider (1020 mal gelesen)
Rubrik: Arbeitsrecht

Stellt der ehemalige Arbeitgeber trotz mehrfacher Aufforderung kein Arbeitszeugnis aus und kommt es zu Absagen auf Stellenbewerbungen wegen des fehlenden Arbeitszeugnisses, so begründet dies einen Schadenersatzanspruch gegen den Ex-Chef. ...

2012-09-21, Autor Martin J. Warm (1783 mal gelesen)
Rubrik: Arbeitsrecht

Über die Wortwahl in einem Arbeitszeugnis entscheidet grundsätzlich der Arbeitgeber. Das geht aus einem Urteil des Arbeitsgerichts Frankfurt hervor. Über die Wortwahl in einem Arbeitszeugnis entscheidet grundsätzlich der Arbeitgeber. Das geht aus ...

2014-03-07, Autor Sylvia True-Bohle (461 mal gelesen)
Rubrik: Arbeitsrecht

Arbeitszeugnis muss übliches Smiley enthalten Enthält die normale Unterschrift des Arbeitgebers einen lachenden Smiley, so muss er das Arbeitszeugnis eines Arbeitnehmers ebenfalls mit dem lachenden Smiley unterschreiben. So nun das ArbG Kiel mit ...

2014-11-19, Autor Joachim Cäsar-Preller (730 mal gelesen)
Rubrik: Arbeitsrecht

Die auch auf Arbeitsrecht spezialisierte Kanzlei Cäsar-Preller aus Wiesbaden kann dem aktuellen Urteil zum Thema "Arbeitszeugnisse" gute Seiten abgewinnen. Zwar hat die vor dem Bundearbeitsgericht in Berlin gegen ihr Zeugnis klagende junge Frau einen ...

2010-01-28, Autor Marco Pape (5549 mal gelesen)
Rubrik: Arbeitsrecht

Das Arbeitszeugnis ist die Visitenkarte des Arbeitnehmers für künftige Bewerbungen: Es muss wohlwollend formuliert sein, um sein berufliches Fortkommen nicht zu erschweren; es muss allerdings auch der Wahrheit entsprechen, damit sich der potenzielle ...

2015-02-15, Autor Björn Blume (261 mal gelesen)
Rubrik: Arbeitsrecht

Wie Noten in der Zeugnissprache ausgedrückt werden und wer wofür die Beweislast trägt, hatte das BAG im November 2014 entschieden. Der Artikel fasst die wesentlichen Kriterien zusammen. Bescheinigt der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer im Zeugnis unter ...

2013-03-19, Autor Holger Hesterberg (1326 mal gelesen)
Rubrik: Arbeitsrecht

Entscheidend für die Chance auf einen neuen Job ist ein gutes Arbeitszeugnis. Zeugnisse enthalten Geheimcodes, die für den neuen Arbeitgeber bestimmt sind. Ein Zeugnis soll war und wohlwollend sein, maschinengeschrieben auf Geschäftspapier, frei von ...

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