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In einem Arbeitsvertrag werden zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer alle für das Arbeitsverhältnis wichtigen Einzelheiten geregelt. Dies beginnt mit dem Datum der Einstellung und reicht von Gehaltshöhe und Urlaub bis hin zur Kündigung.

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Was versteht man unter einem Arbeitsvertrag?

In einem Arbeitsvertrag werden zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer alle für das Arbeitsverhältnis wichtigen Einzelheiten geregelt. Dies beginnt mit dem Datum der Einstellung und reicht von Gehaltshöhe und Urlaub bis hin zur Kündigung.

Gesetzliche Vorschriften:

Rechtlich ist der Arbeitsvertrag eine Form des Dienstvertrages, der in § 611 BGB geregelt ist. Gegenstand eines Dienstvertrages ist einerseits die Erbringung bestimmter Dienste, andererseits die Zahlung einer festgelegten Vergütung. Das Bürgerliche Gesetzbuch regelt verschiedene Details zum Dienstvertrag, die teilweise nicht vertraglich abgeändert werden können. Weitere Regelungen für das Arbeitsverhältnis können sich aus Tarifverträgen oder Betriebsvereinbarungen ergeben.

Was wird üblicherweise im Arbeitsvertrag geregelt?

Zunächst muss aus dem Arbeitsvertrag hervorgehen, ob er nur für begrenzte Zeit abgeschlossen wird (befristetes Arbeitsverhältnis) oder ob er unbefristet sein soll. Im ersteren Fall endet er durch Zeitablauf, im zweiten durch Kündigung. Wichtige arbeitsvertragliche Regelungen sind:

  • Termin der Arbeitsaufnahme / Vertragsbeginn,
  • Probezeit (meist sechs Monate),
  • welche Tätigkeit wird ausgeführt?
  • Bezahlung – Höhe und Zahlungsweise,
  • freiwillige Leistungen des Arbeitgebers: Weihnachtsgeld / Urlaubsgeld / Gratifikationen,
  • betriebliche Altersvorsorge,
  • tägliche Arbeitszeiten und Pausen,
  • Schicht-, Feiertags-, Wochenendarbeit,
  • Nebenbeschäftigungen,
  • Urlaub und Krankheit,
  • besondere Pflichten des Arbeitnehmers aus seiner Tätigkeit (z. B. Wahrung von Betriebsgeheimnissen, Datenschutz) ,
  • Frist und Form der Kündigung,
  • Arbeitszeugnis.
Der Inhalt von Arbeitsverträgen unterscheidet sich je nach Tätigkeit und Verantwortungsbereich. So gibt es z. B. spezielle vertragliche Regelungen für
  • Führungskräfte,
  • Teilzeitkräfte,
  • geringfügig Beschäftigte,
  • freie Mitarbeiter,
  • Heimarbeiter.


Die Kündigung

Ein unbefristeter Arbeitsvertrag wird durch schriftliche Kündigung beendet. Diese kann von beiden Vertragspartnern aus erfolgen. In den den Paragraphen 622 ff. BGB hat der Gesetzgeber Kündigungsfristen für Arbeitsverhältnisse geregelt.

Grundsatz:

Ein Arbeitsvertrag kann mit einer Frist von vier Wochen zum Fünfzehnten oder zum Ende eines Kalendermonats gekündigt werden.

Kündigung durch den Arbeitgeber:

Die Frist verlängert sich je nach bisheriger Dauer des Arbeitsverhältnisses:
  • zwei Jahre: ein Monat zum Ende eines Kalendermonats,
  • fünf Jahre: zwei Monate zum Ende eines Kalendermonats,
  • acht Jahre: drei Monate zum Ende eines Kalendermonats,
  • zehn Jahre: vier Monate zum Ende eines Kalendermonats usw.
Bei der Berechnung der Beschäftigungsdauer zählt man Zeitphasen vor Vollendung des 25. Lebensjahrs des Arbeitnehmers nicht mit.

Während der maximal sechsmonatigen Probezeit liegt die Kündigungsfrist bei zwei Wochen.

Abweichende Kündigungsfristen

Im Arbeitsvertrag oder auch im Tarifvertrag können Kündigungsfristen vereinbart werden, die von der gesetzlichen Regelung abweichen. Ein Arbeitsvertrag kann nicht nur durch Zeitablauf oder Kündigung beendet werden, sondern auch durch einen Aufhebungsvertrag. Dabei einigen sich beide Seiten über eine Beendigung der Vertragsbeziehung, ohne dass die Regeln für eine Kündigung eingehalten werden müssen.

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Anwalt Arbeitsrecht
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Anwalt Kündigung
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Befristeter Arbeitsvertrag: Hinweise zur Probezeit © goodluz - Fotolia.com
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