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Das Bilanzrecht in Deutschland ist kein Rechtsgebiet, das in einem einheitlichen Gesetzbuch niedergeschrieben ist. Vorschriften des Bilanzrechts für Gewerbetreibende finden sich im Handelsgesetzbuch (HGB). Für Vereine, Freiberufler und andere gelten oft nur steuerrechtliche Buchführungspflichten.

Richtig bilanzieren in Deutschland: Bilanzrecht ist maßgeblich

Zweck des Bilanzrechts

Das Bilanzrecht befasst sich einerseits mit der Pflicht zur Erstellung einer Bilanz (Bilanzierungspflicht) und stellt außerdem Regeln für die Erstellung von Bilanzen auf. Es umfasst alle gesetzlichen Regelungen, die sich mit der Aufstellung und dem Inhalt eines Jahresabschlusses befassen, dabei vor allem mit der Buchführung und der abschließenden Aufstellung der Bilanz und dient in erster Linie dem Gläubigerschutz. Dies kommt im Vorsichtsprinzip zum Ausdruck, dass sich in Form des Realisationsprinzips, des Niederstwertprinzips, des Imparitätsprinzips und des Wertaufhellungsprinzips in handelsrechtlichen Vorschriften des Bilanzrechts findet.

Die Grundlagen des Bilanzrechts finden sich im Handelsgesetzbuch (HGB), aber auch das Steuerbilanzrecht aus dem Einkommensteuergesetz (EStG) hat Einfluss auf das Bilanzrecht. Letztlich zählen auch Rechnungslegungsvorschriften wie z. B. auf nationaler Ebene die Verlautbarungen des Deutschen Rechnungslegungs Standards Committees und international die Rechnungslegungsstandards IAS und IFRS zum Bilanzrecht im weitesten Sinne.

Bilanzierungspflicht als Kernaspekt des Bilanzrechts

Die Bilanzierungspflicht ist die Pflicht für einen Unternehmer oder ein Unternehmen, einen Jahresabschluss inklusive Bilanz, Gewinn- und Verlustermittlung (GuV) und eventuell Erläuterungen zu erstellen. Die Bilanzierungspflicht wird im HGB, in Steuergesetzen und im Bilanzmodernisierungsgesetz (BilMoG) festgelegt. Abhängig von der Unternehmensgröße und der Rechtsform des Unternehmens gelten unterschiedliche Anforderungen: Einzelunternehmer, wie z. B. Kaufleute und Kleingewerbetreibende, müssen ab einem bestimmten Umsatz oder Jahresgewinn eine Bilanz erstellen - andernfalls ist eine Einnahme-Überschussrechnung (EÜR) ausreichend. Personenhandelsgesellschaften wie OHG oder KG müssen zwar grundsätzlich eine Bilanz erstellen, müssen diese aber nicht im Bundesanzeiger veröffentlichen. Für Gesellschaften, bei denen lediglich das Gesellschaftsvermögen haftet (AktG, GmbH, GmbH & Co. KG, UG, Limited), gilt hingegen aus Gläubigerschutzgründen, dass Bilanzen offen gelegt werden müssen und GuV und Bilanz mit Erläuterungen zu versehen sind. Außerdem muss der Jahresabschluss bestimmter Unternehmen (mittelgroße und große Unternehmen) einer sogenannten Jahresabschlussprüfung unterzogen werden, bei der die Einhaltung der Vorschriften des Bilanzrechts geprüft wird.

Freiberufler wie Rechtsanwälte, Unternehmensberater, Ärzte und Journalisten etc. unterliegen keiner handelsrechtlichen Bilanzierungspflicht. Dem Finanzamt muss nach steuerrechtlichen Vorschriften nur eine sogenannte Einnahme-Überschussrechnung (EÜR) vorgelegt werden.

Besonderer Tipp

Das Bilanzrecht richtet sich in erster Linie an alle, die zur Aufstellung einer Bilanz verpflichtet sind. Unternehmern, die Bilanzen erstellen müssen, stellen sich dabei immer wieder Fragen zum Bilanzrecht, die auch in der eigenen Buchhaltung nicht immer verlässlich beantwortet werden können. Aber auch Freiberufler, die möglichweise auch ein Gewerbe "nebenbei" betreiben, haben vor der Anmeldung des Gewerbes oft Fragen zum Bilanzrecht.

Damit kein Ärger wegen einer falschen Bilanz droht, empfiehlt es sich im Zweifelsfall, rechtzeitig einen externen Rechtsanwalt für Bilanzrecht zu Rate zu ziehen. Finden Sie Ihren Rechtsanwalt für Bilanzrecht mit dem Anwalt-Suchservice!

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