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Leben Paare in einer Beziehung zusammen, ohne miteinander verheiratet zu sein, bezeichnet man das juristisch als nichteheliche Lebensgemeinschaft.

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Informationen zum Thema Nichteheliche Lebensgemeinschaft

Rechtliche Fragen in der nichtehelichen Lebensgemeinschaft

Für Eheleute existieren im Zivilrecht - vor allem im Familienrecht und im Erbrecht, aber z. B. auch im Steuerrecht - zahlreiche Sonderregelungen, von denen die Eheleute profitieren. Wer sich für eine nichteheliche Lebensgemeinschaft entscheidet, muss aus diesem Grund grundsätzlich auf diese gesetzlichen Vorteile - auch bei der Steuer! - verzichten. Rechte und Pflichten einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft unterscheiden sich damit grundlegend von denen einer Ehe.

Regelungen in der nichtehelichen Lebensgemeinschaft

Allerdings können Paare, die in einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft zusammenleben durchaus vergleichbare Regelungen miteinander treffen - sie müssen es allerdings aktiv tun (z. B. zum Thema Unterhalt) . Das gilt vor allem im Bereich Erbrecht. Denn Ehegatten haben ein gesetzliches Erbrecht und selbst bei einer Enterbung steht dem Ehepartner ein Pflichtteilsanspruch zu. Ein Partner in einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft geht hingegen grundsätzlich "leer aus", wenn sein Partner stirbt und ihn nicht z. B. in einem Testament zum Erben eingesetzt hat oder ihm zumindest ein Vermächtnis zuteilwerden lässt.

Nichteheliche Lebensgemeinschaft und Mietrecht

Vor allem wenn es um eine gemeinsam angemietete Wohnung geht, kann es bei Trennung einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft zu rechtlichen Problemen kommen, wenn der Mietvertrag mit beiden Partnern geschlossen wurde. Regelungen im Familienrecht zum Thema "Ehewohnung" werden nicht auf die nichteheliche Lebensgemeinschaft (neL) angewendet. Zieht ein Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft aus der gemeinsamen Wohnung aus, gilt - wie grundsätzlich im Mietrecht - dass derjenige, der auszieht, zunächst weiterhin Mieter bleibt und z. B. für die Miete aufkommen muss. Und auch die Kündigung des Mietvertrages, den beide Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft geschlossen haben, muss von beiden Partnern erklärt werden.

Sie haben Fragen rund um das Recht der nichtehelichen Lebensgemeinschaft?

Wenn Sie sich für eine eheliche Lebensgemeinschaft entscheiden, sollten Sie Regelungen untereinander treffen, um nicht schlechter da zu stehen als ein verheiratetes Paar, weil das Gesetz für eine tatsächlich vergleichbare Situation keine Regelungen enthält. Ein Rechtsanwalt für Familienrecht gibt Ihnen Auskunft darüber, welche Regelungen Sie in einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft treffen sollten, damit im Falle einer Trennung oder im Falle des Todes eines Partners Streitigkeiten mit dem Ex-Partner oder der Familie des Partners möglichst vermieden werden können. Finden Sie einen Rechtsanwalt für Familienrecht in Ihrer Nähe ganz unkompliziert mit dem Anwalt-Suchservice!
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Rechtstipps zum Thema Nichteheliche Lebensgemeinschaft

2016-11-30, Autor Joachim Cäsar-Preller (43 mal gelesen)
Rubrik: Familienrecht

Alle Jahre wieder: Zum 1. Januar 2017 wird die "Düsseldorfer Tabelle" geändert und auch diesmal wurden die Mindestsätze angehoben. Der Mindestunterhalt minderjähriger Kinder erhöht sich zum Beispiel auf Basis einer Entscheidung des ...

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2016-11-17, Redaktion Anwalt-Suchservice (110 mal gelesen)
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Ein Kind ist unterwegs – und die werdenden Eltern haben meist alle Hände voll zu tun mit Vorbereitungen. Da werden Kinderkleidung und Spielzeug gekauft, diverse Kurse belegt und das Kinderzimmer eingerichtet. Aber was ist mit Elterngeld und ...

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Autor: RiOLG Dr. Dagny Liceni-Kierstein, Brandenburg/Havel
Aus: Familien-Rechtsberater, Heft 07/2016
Rubrik: Familienrecht

Praktizieren die Eltern ein Wechselmodell mit gleichwertigen Betreuungsanteilen, so kann der nicht kindergeldbezugsberechtigte Elternteil unmittelbar die Auskehrung eines Viertels des an den anderen Elternteil gezahlten Kindergeldes – nämlich die Hälfte des auf den Betreuungsunterhalt entfallenden Kindergeldanteils – verlangen. Dieser Anspruch kann unter dem rechtlichen Gesichtspunkt des familienrechtlichen Ausgleichsanspruchs aus eigenem Recht selbständig geltend gemacht werden, wenn und solange es zwischen den unterhaltspflichtigen Eltern an einem unterhaltsrechtlichen Gesamtausgleich fehlt.

Autor: RAin Monika Clausius, FAinFamR, Saarbrücken
Aus: Familien-Rechtsberater, Heft 07/2016
Rubrik: Familienrecht

Die Entscheidung zur (Nicht-)Vornahme von Impfungen ist eine Angelegenheit von erheblicher Bedeutung i.S.d. § 1628 Satz 1 BGB.Von einem Elternteil nach Empfehlung der Ständigen Impfkommission der Bundesrepublik Deutschland (STIKO) befürwortete Schutzimpfungen indizieren in der Regel seine Eignung zur kindeswohlkonformen Impfentscheidung.

Autor: RiLG Dr. jur. Dr. phil. Andrik Abramenko, Idstein
Aus: Familien-Rechtsberater, Heft 08/2016
Rubrik: Familienrecht

Nach Auszug eines Ehepartners aus der gemeinsam angemieteten Ehewohnung kann der dort verbleibende Ehepartner die Erstattung eines Teils der Miete verlangen, wenn der gezahlte Unterhalt die volle Miete nicht abdeckt. Allerdings erfasst dieser Gesamtschuldnerausgleich nur die Hälfte der Kosten, die über die Miete hinausgehen, die der zurückbleibende Ehepartner für eine angemessene Wohnung ohnehin zu zahlen hätte.

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