Neue Rechte für Verbraucher!

16.06.2014, Redaktion Anwalt-Suchservice / Lesedauer ca. 1 Min. (223 mal gelesen)
Neue Rechte für Verbraucher!
Seit letzter Woche gelten für Verbraucher in Deutschland neue Regeln. Aufgrund des Gesetzes zur Umsetzung der europäischen Verbraucherrechterichtlinie hat sich die Rechtsposition von Verbrauchern in einigen Bereichen verbessert:

Teuere Servicehotlines verboten!

Verbraucher, die bei einer Kundenservicehotline anrufen, müssen ab sofort keine überhöhten Tarife für dieses Telefonat fürchten. Unternehmen dürfen für Servicehotlines kein über den Grundtarif für die Telefonverbindung an sich hinausgehendes Entgelt vom Kunden fordern.

Änderungen beim Online-Shopping

Bei online geschlossenen Verträgen sind Voreinstellungen im Hinblick auf Zusatzleistungen nicht mehr erlaubt. Verbraucher müssen diese voreingestellten Zusatzleistungen nicht mehr bezahlen.

Informationspflicht bei Verträgen außerhalb von Geschäftsräumen

Was bislang nur für Fernansatzgeschäfte galt, gilt jetzt auch für Verträge die außerhalb von geschlossenen Geschäftsräumen abgeschlossen werden: Verbraucher müssen von Unternehmen vor Vertragsabschluss etwa über den Gesamtpreis der Ware, ihre Eigenschaften sowie Zahlungs- und Lieferbedingungen, oder auch Gewährleistungsrechten unmissverständlich und eindeutig informiert werden.

Keine weiteren Kosten bei Zahlungsmitteln

Pauschal dürfen keine zusätzlichen Kosten für die Verwendung von bestimmten Zahlungsmitteln, wie etwa der Kreditkarte, vom Unternehmen verlangt werden. Unternehmer dürfen nur dann Kosten im Hinblick auf die Verwendung von bestimmten Zahlungsmitteln erheben, wenn sie ihnen auch tatsächlich entstanden sind.

Rücksendekosten treffen auch Verbraucher

Doch Vorsicht: Eine wichtige Änderung ist weiterhin, dass ab jetzt der Unternehmer bei Rücksendung der Ware die Rücksendekosten nicht mehr tragen muss, wenn er diese nicht aus Kundenfreundlichkeit freiwillig übernimmt.