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Wird ein Arbeitnehmer freigestellt, bedeutet dies, das er seine Arbeitsleistung nicht mehr erbringen muss. Eine Freistellung kann bezahlt oder unbezahlt, befristet oder unbefristet stattfinden. Oft findet eine Freistellung im Zusammenhang mit der Kündigung des Arbeitsverhältnisses statt.

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Freistellung: Bezahlter Sonderurlaub?

Wurden Sie von Ihrem Arbeitgeber "freigestellt"? Dann müssen Sie nicht mehr zur Arbeit. Der Arbeitsvertrag läuft allerdings solange weiter, bis er durch eine Kündigung oder einen Aufhebungsvertrag beendet wird. Wenn Sie vom Chef freigestellt wurden, erhalten Sie in der Regel Ihren Lohn weiter. Haben Sie selbst die Freistellung verlangt, gibt es dagegen meist kein Geld.

Warum stellt der Chef mich frei?

Ein Grund für die Freistellung durch den Chef kann sein, dass Ihnen gekündigt wurde oder Sie selbst gekündigt haben. Und jetzt möchte man verhindern, dass Sie vor Ihrem Abschied noch Kundendaten, Konstruktionspläne oder Kugelschreiber mit nach Hause nehmen. Denn hier kann für den Betrieb erheblicher Schaden entstehen - besonders wenn Sie zur Konkurrenz wechseln. Vielleicht möchte man aber auch nicht, dass Sie mit den Kollegen wochenlang darüber diskutieren, ob Ihre Kündigung wirksam war oder ob Sie ungerecht behandelt wurden. Schließlich sollen die Kollegen ja ohne Störungen "volle Leistung" bringen.

Was habe ich davon?

Erstmal brauchen Sie nicht mehr zu arbeiten - zumindest solange, bis die Kündigungsfrist endet. Geld gibt es während einer arbeitgeberseitigen Freistellung in der Regel weiter. Die so gewonnene Zeit können Sie nutzen, um eine neue Stelle zu suchen - denn vernünftige Bewerbungsunterlagen fallen nicht vom Himmel, und Briefe schreiben und Vorstellungsgespräche kosten Zeit.

Gibt es Risiken? Brauche ich einen Anwalt?

Vielleicht sieht Ihr Chef nicht ein, dass er Ihnen am Ende des Arbeitsverhältnisses noch Urlaub abgelten muss. Hat er nicht bei der Freistellung von Anfang an klargestellt, dass der restliche Urlaub mit der Freistellung abgegolten ist, muss er diesen jedoch abgelten bzw. bezahlen. Ihr Anwalt kann die Vereinbarung prüfen und Ihnen sagen, was Sache ist. Wollen Sie zur Konkurrenz wechseln? Hier muss geprüft werden, ob Sie einem Wettbewerbsverbot unterliegen. Soll schon während der Freistellung für die Konkurrenz gearbeitet werden, kann der Chef dies von seiner Erlaubnis abhängig machen - aber welcher Chef wird diese erteilen? Hier kann Ihnen ein Anwalt oder Fachanwalt für Arbeitsrecht helfen, damit Sie den neuen Arbeitsplatz nicht gleich wieder verlieren. Vielleicht wurden Sie aber auch aufgrund von Verfehlungen freigestellt - also suspendiert? Ob das zulässig ist, wäre vom Rechtsanwalt zu prüfen.

Tipp: Auf Urlaub achten

Die meisten Probleme bei Freistellungen entstehen durch ungenaue Formulierungen seitens des Chefs. Achten Sie genau darauf, ob Ihnen der restliche Urlaubsanspruch auf die Zeit der Freistellung angerechnet wird, oder ob Sie trotz Freistellung noch eine Urlaubsabgeltung erhalten.

Wenn Sie mit Bezahlung freigestellt werden, ändert sich an der Sozialversicherung nichts. Eine unbezahlte Freistellung beendet jedoch die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Einen Monat nach Beginn der Freistellung sind Sie nicht mehr krankenversichert. Sorgen Sie rechtzeitig für eine freiwillige Krankenversicherung!
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Aus: Arbeits-Rechtsberater, Heft 03/2015
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Arbeitnehmer sind trotz akuter gesundheitlicher Gefährdung und ärztlich empfohlener Freistellung nicht zwingend von Nachtschichtdiensten freizustellen, wenn die Betriebsorganisation und berechtigte Belange anderer Arbeitnehmer dem entgegenstehen.

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