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Schwarzgeld ist Einkommen, dass nicht versteuert wurde. Schwarzgeld wird oft in zweifelhafte Anlagen gesteckt oder ins Ausland transferiert. Nicht nur Großverdiener haben Schwarzgeld - dies fängt schon beim kleinen Handwerker an, der ab und zu nach Feierabend arbeitet. Schwarzgeld bringt ernste rechtliche Konsequenzen mit sich, denn das deutsche Steuerrecht hat mit Steuersündern kein Erbarmen.

Was versteht man unter Schwarzgeld?

Schwarzgeld ist Geld, dass Sie zwar eigentlich versteuern müssten, dass Sie aber nicht versteuert haben. Nun liegt es unter Ihrem Kopfkissen oder auf einem Konto in einer Steueroase und wartet darauf, ausgegeben zu werden. Nur ist dies vielleicht nicht so einfach.

Neues Abkommen

2014 unterzeichneten in Berlin 51 Staaten ein Abkommen, in dem sie sich verpflichteten, Kontoinformationen untereinander auszutauschen. Weitere Staaten wollen sich anschließen. Bis 2017 sollen einheitliche Standards über Art und Umfang des Informationsaustausches ausgearbeitet werden. Die Zahl der Steueroasen schrumpft damit beträchtlich. Mitgeteilt werden sollen voraussichtlich alle relevanten Daten wie Kontostände, Zins- und Dividendeneinnahmen und Erlöse aus Verkäufen von Aktien und anderen Wertpapieren. Entsprechende Mitteilungspflichten sollen nicht nur Banken haben, sondern auch Versicherungen, Stiftungen und Trusts. Wie effektiv die Maßnahmen sind, muss jedoch abgewartet werden: Dem Abkommen zufolge sollen Daten über Firmenkonten nur übermittelt werden, wenn diese Privatleuten zugeordnet werden können. Hier bieten sich über entsprechende Firmenkonstruktionen viele Verschleierungsmöglichkeiten.

Steuerhinterziehung

Wenn Sie mit Schwarzgeld erwischt werden - zum Beispiel bei dessen Transport über eine Grenze - droht Ihnen eine Strafanzeige wegen Steuerhinterziehung. Hier kann eine Freiheitsstrafe die Folge sein. In jedem Fall müssen Sie Steuern nachzahlen und mit einer saftigen Geldstrafe rechnen. Wie hoch die Strafe ist, richtet sich nach dem Betrag der hinterzogenen Steuern, den Umständen der Tat und Ihrem Wohnort - denn die Gerichte urteilen in Deutschland durchaus unterschiedlich.

Selbstanzeige

Ein Weg, eine Strafe zu verhindern, ist die Selbstanzeige. Hier können jedoch leicht Fehler gemacht werden. Sobald Steuerfahndung oder Staatsanwaltschaft mit einem Durchsuchungsbefehl vor der Tür stehen, ist es für die Selbstanzeige zu spät - ebenso, wenn die Missetat bereits von der Behörde aufgedeckt wurde. Mit einer Selbstanzeige sollten Sie also nicht zu lange warten - und sich unbedingt von einem im Steuerrecht erfahrenen Rechtsanwalt beraten lassen. Wichtig ist es auch, klar angeben zu können, wieviel Schwarzgeld Sie wann und wo gebunkert haben. Schlecht beraten ist, wer sich bei der Selbstanzeige oder gar vor Gericht in Widersprüche verwickelt oder Teilbeträge nicht angibt. In manchen Fällen ist zwar eine nachträgliche Berichtigung der Zahlen erlaubt - dann verlangt das Finanzamt allerdings für jedes Jahr der Hinterziehung im Nachhinein Zinsen.

Schwarzgeld geerbt?

Auch Erben können sich strafbar machen. Haben Sie schwarze Konten in einer Steueroase geerbt, haften Sie voll für die Steuerschuld des Erblassers. Zwar müssen Sie nicht aktiv nach Schwarzgeld Ausschau halten. Haben Sie aber den Verdacht, dass Ihr Verwandter Kapitalerträge oder andere Einkünfte nicht versteuert hat, müssen Sie dies dem Finanzamt mitteilen. Und denken Sie daran: In Deutschland sind Banken, Versicherungen, Notare und diverse andere Stellen dazu verpflichtet, bei verdächtigen Geldtransaktionen Meldung zu machen. Auch Immobilienmakler dürfen heute nicht mal eben so einen Koffer voll Geld annehmen, um damit für den Kunden ein Haus zu kaufen.

Auch Schwarzarbeit führt zum Erwerb von Schwarzgeld. Allerdings werden bei ihr nicht nur Steuern hinterzogen, sondern auch noch die Zahlungspflichten an die Sozialversicherungsträger ignoriert. Hier drohen hohe Nachzahlungen und Bußgelder - zusätzlich zu einer Strafe wegen Steuerhinterziehung.

Rechtstipps zum Thema Schwarzgeld

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