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Grundsätzlich wird vermutet, dass der rechtliche Vater auch der biologische Vater ist. Soll die Vermutung bestritten werden, kommt eine Vaterschaftsanfechtung in Betracht. Die Anfechtung ist eine Klage vor dem Familiengericht.

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Vaterschaftsanfechtung - Kurzinfo:

Grundsätzlich wird vermutet, dass der rechtliche Vater auch der biologische Vater ist. Soll die Vermutung bestritten werden, kommt eine Vaterschaftsanfechtung in Betracht. Die Anfechtung ist eine Klage vor dem Familiengericht. Derjenige, der die Vaterschaft anficht, möchte festgestellt haben, dass er nicht Vater des Kindes ist. Ist er es tatsächlich nicht, wird das Vater-Kind-Verhältnis aufgehoben.

Rechtliche Grundlagen der Vaterschaftsanfechtung

Wichtigstes Regelungswerk der Vaterschaftsanfechtung ist das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) und dort der Abschnitt Vaterschaft. Nicht jeder kann die Vaterschaft anfechten. Nach den Vorschriften über die Vaterschaftsanfechtung darf das der Mann, der zum Zeitpunkt der Geburt mit der Mutter verheiratet ist oder der Mann, der die Vaterschaft anerkannt hat. Außerdem dürfen die Vaterschaft anfechten, der Mann, der versichert, mit der Mutter des Kindes während der Empfängniszeit sexuell verkehrt zu haben, die Mutter und das Kind. Ein negativer Vaterschaftstest reicht in den meisten Fällen nicht, um die Vaterschaft erfolgreich anzufechten. Es müssen häufig noch weitere Umstände gegeben sein, die zeigen, dass der rechtliche Vater nicht der biologische Vater ist. Erfährt ein Betroffener von Tatsachen, die Zweifel an der Vaterschaft hervorrufen, hat er zwei Jahre Zeit, um die Vaterschaft vor Gericht überprüfen zu lassen.

Gründe für die Vaterschaftsanfechtung

Die bloße Behauptung, jemand sei nicht der biologische Vater reicht für eine erfolgreiche Vaterschaftsanfechtung nicht aus. Es müssen Umstände vorliegen, die nachprüfbar sind und die erhebliche Zweifel an der Abstammung des Kindes hervorrufen, beispielsweise die Empfängnis oder Geburt außerhalb der Ehe oder die Unmöglichkeit der Vaterschaft. Ein Abstammungsgutachten kann nur verwendet werden, wenn es mit Erlaubnis von Kind und Mutter gemacht wurde. Besteht tatsächlich die Möglichkeit (z.B. außerehelicher Geschlechtsverkehr), dass das Kind von einem anderen Mann ist, kann auch das Grundlage für eine Anfechtung sein. Grundsätzlich ist es nicht genug, wenn das Kind mit dem Vater nur wenige äußerliche Gemeinsamkeiten hat. Auch ein Vaterschaftstest, der ohne Zustimmung von Mutter und Kind gemacht wurde, führt nicht zur erfolgreichen Anfechtung der Vaterschaft. Ebenso kann eine Anfechtung nicht durchgeführt werden, wenn das Kind übereinstimmend mittels Samenspende gezeugt wurde.

Rechtsfolgen

Wir gerichtlich festgestellt, der rechtliche Vater ist nicht der biologische Vater des Kindes, so endet das Verwandtschaftsverhältnis und die Pflicht zum Unterhalt – für Kind und Mutter. Auf der anderen Seite ist das Kind bei fehlender Vaterschaft und bei Volljährigkeit nicht mehr sorgepflichtig für den ehemaligen Vater.

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