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Die Umsatzsteuer ist eine Steuer, die grundsätzlich sowohl Privatleute als auch Unternehmer betrifft. Denn bezahlen muss zunächst jeder diese Steuer, die auf Grundlage des Umsatzsteuerrechts erhoben wird.

Mehrwertsteuer bzw. Umsatzsteuer: Maßgeblich ist das Umsatzsteuerrecht

Umsatzsteuer nach dem Umsatzsteuerrecht

Das Umsatzsteuergesetz ist die rechtliche Grundlage des Umsatzsteuerrechts. Die Umsatzsteuer - häufig Mehrwertsteuer genannt - entrichten Unternehmer als Steuerschuldner an den Staat. Die Bemessung der Steuerlast erfolgt auf Grundlage der Leistungen (Waren, Dienstleistungen), die Unternehmer gegen Entgelt im Inland erbringen. Das legt das Umsatzsteuerrecht im Umsatzsteuergesetz fest. Basis der Bemessung ist das erbrachte Entgelt für die Leistung.

Diese Umsatzsteuer muss der Unternehmer je Steuerjahr, also je Kalenderjahr gegenüber dem Finanzamt abrechnen bzw. entrichten. Allerdings sind Unternehmer verpflichtet, die Umsatzsteuer nicht nur kalenderjährlich abzurechnen, sondern auch während des laufenden Steuerjahres. Die Umsatzsteuervoranmeldung ist entweder monatlich oder quartalsweise (bis zum jeweiligen 10.des Monats oder neuen Quartals) zu entrichten. In der Umsatzsteuervoranmeldung stellen Unternehmen bzw. Unternehmer ihre Umsatzsteuereinnahmen ihren Umsatzsteuerausgaben gegenüber. So entsteht ein positiver oder negativer Saldo, der zu einer Steuererstattung oder einer Steuerrücknachzahlung führt.

Umsatzsteuer bzw. "Vorsteuer" , Steuersätze und Umsatzsteuerbefreiungen

Auch wenn Unternehmer Schuldner der Umsatzsteuer nach dem Umsatzsteuerrecht sind, wird die Umsatzsteuer letztlich auf den Endverbraucher abgewälzt. Um zu verhindern, dass im Rahmen von Produktionsketten eine Kumulation der Umsatzsteuer geschieht, wird die Umsatzsteuer auf den eigentliche Warenwert oder Wert der Dienstleistung aufgeschlagen. Damit zahlt der Endverbraucher die Umsatzsteuer.

Dem Grunde nach sind Vorsteuer und Umsatzsteuer identisch. Der Unternehmer, der eine Leistung in Rechnung stellt bezeichnet die Steuer jedoch als Umsatzsteuer, ein Unternehmer der Leistungen benötigt oder Waren einkauft als "Vorsteuer". Voraussetzung für den Vorsteuerabzug ist, dass der Leistungsempfänger eine ordnungsgemäße Rechnung ausgestellt bekommt.

Für unterschiedliche Leistungen kann nach dem Umsatzsteuerrecht ein unterschiedlicher Umsatzsteuersatz zu entrichten bzw. zu erheben sein. Der Regelsteuersatz beträgt 19%, für bestimmte Waren oder Dienstleistungen werden nur 7% Umsatzsteuer (Bücher, Übertragung von Leistungsschutzrechten, etc.) erhoben. Einzelne Waren oder Dienstleistungen sind sogar vollständig von der Erhebung der Umsatzsteuer befreit.

Besonderer Tipp

Vor allem für Unternehmensgründer stellen sich oftmals viele Fragen des Umsatzsteuerrechts. So stellt sich die Frage, ob es sinnvoll ist von der Kleinunternehmerregelung nach dem Umsatzsteuerrecht Gebrauch zu machen und zunächst keine Umsatzsteuer auf die eigenen Leistungen zu verlangen. Dies hat den Vorteil, dass Kunden - vor allem beim regulären Steuersatz von derzeit 19% - einen deutlich geringeren Endpreis bezahlen müssen. Allerdings ist auch erkennbar, dass das Unternehmen noch in den Kinderschuhen steckt, wenn man die Kleinunternehmerregelung nutzt. Auch Fragen zur Höhe des Steuersatzes, den man als Unternehmer auf die eigenen Leistungen oder Lieferungen erhoben werden, stellen sich bei der Unternehmensgründung.

Fragen zum Umsatzsteuerrecht beantwortet - nicht nur bei einer Unternehmensgründung - ein Rechtsanwalt für Umsatzsteuerrecht.

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