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Die Unterhaltsberechnung ist eine komplexe Materie, denn jeder Unterhaltsanspruch folgt seinen eigenen Regeln. Zu differenzieren ist insbesondere zwischen den am häufigsten vorkommenden Unterhaltszahlungen für ein Kind (Kindesunterhalt) und für Ehegatten (Ehegattenunterhalt).

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Grundsätze der Unterhaltsberechnung

Ehegattenunterhalt und Elternunterhalt

Der Ehegattenunterhalt unterteilt sich in den Trennungsunterhalt für die Zeit nach der Trennung bis zur rechtskräftigen Scheidung und den Geschiedenenunterhalt (nachehelicher Unterhalt) ab dem Zeitpunkt der rechtskräftigen Scheidung.

Daneben existieren der Elternunterhalt und der Betreuungsunterhalt für die Versorgung nichtehelicher Kinder. Die Unterhaltsberechnung im Rahmen all dieser Unterhaltsarten haben gemein, dass ein gerechter Ausgleich zwischen den Bedürfnissen des Unterhaltsberechtigten und des Unterhaltspflichtigen gefunden werden muss.

Unterhaltsbedürftigkeit im Rahmen der Unterhaltsberechnung

Für die Unterhaltsberechnung ist der angemessene Bedarf des Unterhaltsberechtigten festzustellen (Bedürftigkeit). Der Bedarf erfasst Kosten für Lebensmittel, die Miete oder auch Kosten für eine angemessene Schul- und Berufsausbildung. Bedürftigkeit liegt bei minderjährigen und ihnen gleichgestellten privilegierten volljährigen Kindern grundsätzlich vor. Eigenes Einkommen und sonstige Vermögenserträge einer möglichweise unterhaltsberechtigten Person sind bei der Unterhaltsberechnung anzurechnen, weil die Unterhaltsverpflichtung so gering wie möglich ausfallen soll. Bei der Berechnung der Bedürftigkeit beim Kindesunterhalt bleibt das Einkommen des betreuenden Elternteils unberücksichtigt. Dieser Elternteil leistet Unterhalt, indem er das Kind bei sich aufnimmt und für es sorgt (Naturalunterhalt).

Erwerbsobliegenheit bei der Unterhaltsberechnung

Im Rahmen des Trennungsunterhaltes gilt, dass eine möglichweise unterhaltsberechtigte Person im Trennungsjahr keine Erwerbstätigkeit aufnehmen muss. Ob nach diesem Jahr eine Erwerbspflicht besteht ist abhängig vom jeweiligen Einzelfall. Auch in den ersten drei Jahren des Betreuungsunterhalts besteht keine Verpflichtung zur Erwerbstätigkeit.

Im Falle des Geschiedenenunterhalts besteht ab dem Moment der Scheidung eine Verpflichtung des Unterhaltsberechtigten, sich eine angemessene Erwerbstätigkeit zu suchen (Eigenverantwortung). Beseht eine Unterhaltspflicht gegenüber mehreren Personen besteht eine Rangfolge unter den Berechtigten. Minderjährige Kinder stehen in der Rangfolge ganz oben - ihnen gegenüber besteht eine gesteigerte Erwerbsobliegenheit. Diese gesteigerte Erwerbsobliegenheit geht sogar so weit, dass fiktives Erwerbseinkommen angerechnet wird, wenn feststeht, dass der Unterhaltsverpflichte höheres Erwerbseinkommen hätte erzielen können.

Eigenbedarf und Unterhaltsberechnung

Der Eigenbedarf des Unterhaltsverpflichteten ist das Gegenstück zum Bedarf des Unterhaltsberechtigten. Er soll sicherstellen, dass dem Unterhaltsverpflichteten ein Minimum an wirtschaftlicher Selbständigkeit bleibt und er nicht sein ganzes Geld für Unterhalt einsetzen muss.

So wird bei der Unterhaltsberechnung die Leistungsfähigkeit des Unterhaltsverpflichteten nach seinem Einkommen bemessen. Vom Einkommen wir der Eigenbedarf (Selbstbehalt) in Abzug gebracht. Die Höhe des Eigenbedarfs orientiert sich daran, an wen Unterhalt zu zahlen ist: So ist die Höhe des Eigenbedarfs bei Unterhaltsverpflichtungen gegenüber Kindern am niedrigsten, da diese besonders schutzwürdig sind (notwendiger Eigenbedarf). Gegenüber allen anderen Unterhaltsberechtigten verbleibt dem Unterhaltsschuldner nur der sogenannte angemessene Eigenbedarf.

Besonderer Tipp

Bei der Berechnung des Kindesunterhalts (Barunterhalt) wird die Düsseldorfer Tabelle herangezogen, die sich am Nettoeinkommen des Unterhaltspflichtigen orientiert und durch die ein Mindestunterhalt für Kinder garantiert ist. Je älter das Kind und je höher das Einkommen, desto höher fällt der Unterhaltsanspruch aus. Ein Rechtsanwalt für Familienrecht kann Ihnen Fragen zur Unterhaltsberechnung nach der Düsseldorfer Tabelle und zu allen anderen Fragen bei der Unterhaltsberechnung zuverlässig beantworten.

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Aus: Familien-Rechtsberater, Heft 07/2014
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2014-12-09, Autor Andreas Jäger (827 mal gelesen)
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