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Das Rechtsthema Bußgeldbescheid spielt in mehreren Rechtsgebieten eine Rolle:

Ordnungswidrigkeitenrecht Verkehrsrecht Verwaltungsrecht

Verstößt man gegen ein Gesetz, das für ein bestimmtes rechtswidriges Verhalten eine Geldbuße – keine Geldstrafe! - vorsieht, handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit. In Deutschland gibt es viele Ordnungswidrigkeiten, nicht nur im Straßenverkehr. Auf sie alle folgt in der Regel ein Bußgeldbescheid.

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Wann muss man mit einem Bußgeldbescheid zum Anwalt?

Ein Bußgeld wird mit Hilfe des Bußgeldbescheides verhängt, wenn eine Ordnungswidrigkeit begangen wurde. Der Bußgeldbescheid stellt dabei in rechticher Hinsicht den Abschluss des Bußgeldverfahrens dar. Wird der darin geforderte Betrag gezahlt und kein Rechtsmittel eingelegt, kommt es nicht zu einem gerichtlichen Verfahren.

Wo ist der Bußgeldbescheid gesetzlich geregelt?

Die Einzelheiten zum Bußgeldverfahren regelt das Ordnungswidrigkeitengesetz (OWiG). § 66 und § 67 OWiG enthalten Vorschriften über den Bußgeldbescheid.

Was bedeutet, eine Ordnungswidrigkeit begangen zu haben?

Ein Bußgeldbescheid ergeht bei leichteren Gesetzesverstößen, die von einer gesetzlichen Regelung als "Ordnungswidrigkeit" eingestuft werden. Es handelt sich dabei von der Schwere des Tatvorwurfs her noch nicht um Straftaten, bei denen Geld- oder Freiheitsstrafen durch ein Gericht verhängt werden. Die Verhängung eines Bußgelds bedeutet keine Vorstrafe und führt nicht zu einem Eintrag im Bundeszentralregister und im "Führungszeugnis". Der Bußgeldbescheid hat folgenden Inhalt:
  • Angaben zur Person des Betroffenen und möglicher Nebenbeteiligter,
  • Namen und die Anschrift des Verteidigers,
  • Bezeichnung der Tat, die dem Betroffenen zur Last gelegt wird, Zeit und Ort ihrer Begehung, die gesetzlichen Merkmale der Ordnungswidrigkeit und die angewendeten Bußgeldvorschriften,
  • Beweismittel,
  • Geldbuße und Nebenfolgen.
Außerdem muss darauf hingewiesen werden, dass
  • der Bußgeldbescheid rechtskräftig und vollstreckbar wird, wenn kein Einspruch eingelegt wird,
  • bei einem Einspruch auch eine für den Betroffenen nachteiligere Entscheidung getroffen werden kann.
Der Betroffene wird dann im Bescheid dazu aufgefordert, spätestens zwei Wochen nach Rechtskraft oder einer etwa bestimmten späteren Fälligkeit die Geldbuße oder bestimmte Teilbeträge zu zahlen oder bei Zahlungsunfähigkeit schriftlich zu erklären, warum ihm die fristgemäße Zahlung nach seinen wirtschaftlichen Verhältnissen nicht zuzumuten ist. Dazu gehört auch der Hinweis, dass Erzwingungshaft angeordnet werden kann, wenn der Betroffene diesen Pflichten nicht nachkommt. Nebenfolgen können sein:
  • Einziehung von Gegenständen (§§ 22 - 29 OWiG),
  • Verfall eines Geldbetrages, den der Täter bei der Ordnungswidrigkeit erlangt hat (§ 29a OWiG),
  • Fahrverbot bei Verkehrsordnungswidrigkeiten (§ 25 Straßenverkehrsgesetz, StVG).

Wie kann ich gegen einen Bußgeldbescheid vorgehen?

Das Rechtsmittel gegen den Bußgeldbescheid ist der Einspruch. Dieser kann nach § 67 OWiG innerhalb von zwei Wochen nach Zustellung schriftlich oder zur Niederschrift bei der Verwaltungsbehörde, die den Bescheid erlassen hat, eingelegt werden. Dabei kommen auch einige Regelungen der Strafprozessordnung über Rechtsmittel zur Anwendung. Der Einspruch kann sich auf ausgewählte Punkte des Bußgeldbescheids beschränken. Die Behörde entscheidet dann zunächst selbst, ob sie den Bescheid zurücknimmt oder aufrecht erhält. Sie kann den Einspruch z.B. wegen Fristversäumnis ablehnen oder auch den Bußgeldbescheid zurücknehmen. Bleibt sie bei ihrer ursprünglichen Ansicht, leitet sie das Verfahren an die Staatsanwaltschaft weiter. Es folgt dann in der Regel eine gerichtliche Entscheidung.

Wann zum Anwalt?

Wegen eines einzelnen Bußgeldes lohnt es sich in der Regel nicht zum Anwalt zu gehen. Allerdings: Häufen sich die Bußgelder, kann auch ein Fahrverbot oder Punkte Flensburg verhängt werden. Deshalb sollten Sie kein Bußgeldbescheid leichtfertig bezahlen. Sollten Sie nicht gefahren sein oder Sie Zweifel an der angegebenen Geschwindigkeitsüberschreitung haben, haben Sie möglichweise Chancen, einen Bußgeldbescheid noch abzuwenden. Lesen Sie hierzu auch unsere aktuellen Urteile zum Thema und kontaktieren Sie im Bedarfsfall einen Anwalt für Verkehrsrecht in Ihrer Nähe.

zuletzt aktualisiert am 07.06.2017

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Eine Berufung ist ein Rechtsmittel des deutschen Prozessrechts. Dieses Rechtsmittel kommt sowohl im Zivilrecht als auch im Strafrecht zur Anwendung. Die Berufung wird bei der nächsthöheren Gerichtsinstanz eingelegt. Mit ihr kann das Urteil der ersten Instanz auf formelle und sachliche Fehler überprüft werden. mehr ...

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sternsternsternsternstern  4,1/5 (22 Bewertungen)
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Mit Eintritt der Verjährung ist die Verfolgung des Verkehrsverstoßes und die Anordnung einer Nebenfolge ausgeschlossen. Dies ist ein Überblick über die wichtigsten Regeln. Die Verfolgung von Verkehrsordnungswidrigkeiten unterliegt einer kurzen ...

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Nach einer in Zusammenarbeit mit dem AvD entstandenen Sachverständigenstudie sollen 85 Prozent aller Bußgeldbescheide nach Verkehrsüberschreitungen angreifbar sein und mehr oder weniger gravierende Fehler im Messverfahren verdecken. ...

sternsternsternsternstern  4,3/5 (38 Bewertungen)
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Der Gesetzgeber hat für Ordnungswidrigkeiten eine besondere Verfolgungsverjährung festgelegt. In § 26 III StVG findet sich sogleich für Verkehrsordnungswidrigkeiten eine kürzere Verjährungsregel.......... ...

sternsternsternsternstern  5,0/5 (2 Bewertungen)
2011-04-19, Autor Holger Hesterberg (3317 mal gelesen)
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Was man beim Bußgeldverfahren beachten sollte -Verjährung, Einspruch, Fahrverbot, Punkte im Verkehrszentralregister Wenn der Anhörungsbogen zum vorgeworfenen Verkehrsdelikt zugeht, muß der Halter lediglich Angaben zur seinen Personalien machen. Diese ...

sternsternsternsternstern  3,8/5 (16 Bewertungen)
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Das Problem: Verschneite Verkehrsschilder In winterlichen Tagen mit starkem Schneefall kommt es immer wieder vor, dass Verkehrsschilder, insbesondere Tempo-Schilder zur Regulierung der Höchstgeschwindigkeit, verschneit und daher nicht zu sehen ...

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