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Sie sorgt immer wieder für Streit, vor allem nach einer Trennung oder Scheidung: Die Unterhaltspflicht. Wer schuldet wem in welcher Höhe und für welchen Zeitraum Unterhalt? Darüber entscheiden die gesetzlichen Regeln zur Unterhaltspflicht.

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Informationen zur Unterhaltspflicht

Gesetzliche Grundlage für die Unterhaltspflicht

Die Unterhaltspflicht ist in Deutschland im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) geregelt. Wesentliche Rechtsgrundlage für die Unterhaltspflicht ist § 1601 BGB. Diese Norm bestimmt, dass Verwandte in gerader Linie einander unter bestimmten Voraussetzungen zum Unterhalt verpflichtet sind (gesetzliche Unterhaltspflicht). Die Unterhaltspflicht ist in Deutschland Ausdruck des Systems des Verwandtenunterhalts. Sie trifft allerdings nicht nur Eltern gegenüber Kindern, sondern z. B. auch Kinder gegenüber ihren Eltern (Elternunterhalt) oder Großeltern und Enkel untereinander. Auch wenn der Elternunterhalt immer mehr an Bedeutung gewinnt, stellt der Kindesunterhalt die wichtigste Form der Unterhaltspflicht dar.

Unterhaltspflicht gegenüber minderjährigen Kindern

Gegenüber minderjährigen Kindern trifft Eltern eine gesteigerte Unterhaltspflicht, da diese Kinder besonders unterhaltsbedürftig sind. Diese Unterhaltspflicht beruht zwar auf dem Verwandtschaftsverhältnis, ist aber auch eng mit der Elternverantwortung verknüpft. Deshalb sind Eltern grundsätzlich verpflichtet, den Lebensunterhalt ihrer Kinder nach besten Kräften sicherzustellen. Der betreuende Elternteil kommt dabei seiner Unterhaltspflicht durch die Pflege- und Erziehungsleistung nach, was von Juristen als Naturalunterhalt bezeichnet wird. Der Elternteil, der nach einer Trennung das Kind oder die Kinder nicht betreut, ist dem anderen Elternteil wegen seiner Unterhaltspflicht zu Unterhaltszahlungen (Barunterhalt) verpflichtet.

Unterhaltspflicht gegenüber volljährigen Kindern

Auch wenn man davon ausgehen könnte, dass ein volljähriges Kind selbst für seinen Lebensunterhalt aufkommen kann, kann Eltern gegenüber ihrem minderjährigen Kind noch eine Unterhaltspflicht treffen. So besteht gegenüber volljährigen Kindern beispielsweise eine Unterhaltspflicht, wenn das Kind noch keine finanzielle Selbstständigkeit erreicht hat, weil es sich noch in der Ausbildung oder in einem Studium befindet. Allerdings sind die Voraussetzungen für die Unterhaltspflicht gegenüber einer volljährigen Person deutlich strenger als die Anforderungen in Bezug auf die Unterhaltspflicht gegenüber minderjährigen Kindern.

Sie haben Fragen zur Unterhaltspflicht?

Sie wollen wissen, ob und in welcher Höhe Ihre Eltern Ihnen gegenüber noch unterhaltspflichtig sind? Oder sind Ihre Eltern pflegebedürftig und Sie sind unsicher, welche Kosten Sie aufgrund Ihrer Unterhaltspflicht im Rahmen des Elternunterhaltes zutragen haben? Fragen Sie einen Rechtsanwalt für Familienrecht und finden Sie ihn schnell und unkompliziert mit dem Anwalt-Suchservice.
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Rechtstipps zum Thema Unterhaltspflicht

2014-07-12, Autor Niklas Böhm (460 mal gelesen)
Rubrik: Familienrecht

Der folgende Beitrag dient der Schaffung eines Überblicks über die beim Elternunterhalt in der Praxis am häufigsten auftretende Konstellation der Inanspruchnahme der Kinder durch das Sozialamt. Die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland wächst. ...

sternsternsternsternstern  3,7/5 (20 Bewertungen)
2013-01-08, Redaktion Anwalt-Suchserivce (47 mal gelesen)
Rubrik: Diverse Themen

Pflegebedürftigkeit ist bei vielen Betroffenen mittlerweile auch ein finanzielles Problem. Das eigene Einkommen der Eltern reicht dann häufig nicht aus, um die Kosten für die Pflege und die notwendige Unterbringung in einem Pflegeheim zu decken. In ...

sternsternsternsternstern  3,0/5 (2 Bewertungen)
2009-07-29, Bundesarbeitsgericht - 6 AZR 516/08 - (42 mal gelesen)
Rubrik: Arbeitsrecht

Teilt der Arbeitgeber dem Personalrat im Rahmen der Benehmensherstellung zu einer beabsichtigten Probezeitkündigung nicht das Lebensalter und die ihm bekannten Unterhaltspflichten des Arbeitnehmers mit, führt dies nicht zur Unwirksamkeit der ...

sternsternsternsternstern  5,0/5 (2 Bewertungen)
Autor: RA FAArbR Dr. Norbert Windeln, LL.M., avocado rechtsanwälte, Köln
Aus: Arbeits-Rechtsberater, Heft 04/2015
Rubrik: Arbeitsrecht

Im Rahmen der Sozialauswahl ist eine um drei Jahre längere Betriebszugehörigkeit nicht geeignet, drei Unterhaltspflichten aufzuwiegen, wenn der Unterhaltsverpflichtete seinerseits eine Betriebszugehörigkeit von immerhin sechs Jahren aufzuweisen hat. (Amtl. LS)

2012-11-06, Autor Andreas Jäger (1732 mal gelesen)
Rubrik: Familienrecht

Haben Eltern oder ein Elternteil den Kontakt zu ihren erwachsenen Kindern abgebrochen oder ernsthaft verweigert, so müssen die Kinder nicht für die Kosten aufkommen, die entstehen, wenn der betreffende Elternteil in einem Pflegeheim untergebracht ...

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