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Was versteht man unter dem Sorgerecht?

Sorgerecht ist der umgangssprachliche Begriff für den formal korrekten Ausdruck „elterliche Sorge“. Das Sorgerecht ist ein Rechtsinstitut des Zivilrechts bzw. innerhalb des Zivilrechts des Familienrechts. Das Sorgerecht bezieht sich auf die Rechte und Pflichten der Eltern eines Kindes hinsichtlich Umgang und Fürsorge für ein Kind. Das Sorgerecht umfasst die Personensorge und die Vermögenssorge.

Sorgerecht

Rechtlich wird hinsichtlich des Sorgerechts danach unterschieden nach Kindern deren Eltern bei der Geburt verheiratet sind, und nach Kindern, deren Eltern bei der Geburt nicht miteinander verheiratet sind. Sind die Eltern verheiratet steht den Eltern das Sorgerecht gemeinsam zu. Bei unverheirateten Eltern eines Kindes steht den Eltern das Sorgerecht gemeinsam zu, wenn Mutter und der rechtliche Vater (nicht zwangsläufig leiblicher Vater!) eine förmliche "Willenserklärung zur gemeinsamen Ausübung der elterlichen Sorge" abgeben. Diese Erklärung wird Sorgeerklärung genannt. Außerdem steht den zunächst unverheirateten Eltern das Sorgerecht dann gemeinsam zu, wenn Sie einander nach der Geburt des Kindes heiraten oder den Eltern Familiengericht das gemeinsame Sorgerecht überträgt.

Mutter und Vater

Für das Sorgerecht und alle damit verbundenen Rechte und Pflichten kommt es ganz wesentlich auf die Eigenschaft „Mutter“ und „Vater“ an, da hiervon das Sorgerecht maßgeblich abhängt. Als Mutter gilt laut BGB, wer das Kind geboren hat. Im Falle einer in Deutschland allerdings verbotenen Leimutterschaft wäre also gesetzlich die Leihmutter „Mutter“.

Bei der Vaterschaft kommt es für die Vaterschaft darauf an, ob die Eltern verheiratet sind oder nicht: Vater eines Kindes ist automatisch, wer zum Zeitpunkt der Geburt mit Kindsmutter verheiratet ist. Sonst ist nach dem BGB Vater, wer die Vaterschaft anerkannt hat oder derjenige, dessen Vaterschaft vom Gericht in einem förmlichen Verfahren gerichtlich festgestellt wurde.

zuletzt aktualisiert am 16.02.2017

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