Guido Lenné im WDR: mangelnde Beratung durch Banken zu Geldanlagemodellen

05.02.2021, Autor: Herr Guido Lenné / Lesedauer ca. 2 Min. (102 mal gelesen)
Profitable Geldanlagemodelle zu finden ist in Zeiten von anhaltenden Niedrigzinsen nicht so einfach. Viele Verbraucher verlassen sich hierbei ganz auf den Rat ihrer Bankberater. Das kann sich als Fehler entpuppen, der sie bares Geld kostet. In der WDR Servicezeit warnt Guido Lenné Anleger vor blindem Vertrauen und gibt ihnen wertvolle Tipps mit auf den Weg.

Die anhaltenden Niedrigzinsen machen es Verbrauchern schwer, ertragreiche Anlagemodelle zu finden. Die Beratung durch Experten, z. B. von Banken, gewinnt daher zunehmend an Bedeutung. Doch hier ist Vorsicht geboten. Wenn sich nämlich die Anlage auch nach Jahren nicht auszahlt, sondern letztlich sogar einen Verlust darstellt, ist der Ärger groß. So erging es einer Bankkundin in dem Fall, über den die WDR Servicezeit kürzlich berichtete. Die fondsgebundene Rentenversicherung, die ihr von der Sparkasse empfohlen wurde, warf nach fünf Jahren gerade mal etwas über 100 Euro ab.

Die Sparkassen werben mit eigenen, vermeintlich gewinnbringenden Anlageprodukten – in enger Zusammenarbeit mit ihrer Versicherungstochter, der Provinzial, die wiederum auf Deka-Aktienfonds setzt. Alle Beteiligten profitieren meistens von diesem Modell, bis auf die Kunden. In dem vom WDR vorgestellten Fall hatte eine Bankkundin nach Beratung bei der Bank die sog. GarantRente Vario abgeschlossen, eine Rentenversicherung mit Aktienfondsanteilen und angeblich garantierter Sicherheit, Flexibilität und hoher Renditenchance.

Anlagemodell erfordert Eigenengagement des Bankkunden

Das angelegte Geld wird bei diesem Modell regelmäßig zwischen verschiedenen Anlagetöpfen umgeschichtet. Dabei ist dieser ständige Wechsel tatsächlich unrentabel, da die Kosten oft in keinem Verhältnis zum Nutzen stehen und der erwirtschaftete Ertrag schwindend gering bleibt.

Zu dieser Anlagestrategie holt sich der WDR die Einschätzung von Guido Lenné, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht, ein. Der äußert sich kritisch. Zwar hält Lenné die Investition in Fonds grundsätzlich für eine gute Idee, warnt aber: „Man muss darauf achten, dass man bei diesem Produkt in die richtigen Anlagetöpfe investiert.“ Keinesfalls dürften sich die Anleger einfach blind auf das verlassen, was ihnen von der Bank angeboten würde, sondern müssten sich selber mit den Auswahlmöglichkeiten befassen und sich aktiv darum kümmern.

In der Praxis aber bleibt die Auswahl der Anlagetöpfe meistens der Bank bzw. Versicherung überlassen. Und alleine das Umschichten produziert gern unterschätzte Kosten. Die Sparkasse versichert zwar, dass das Umschichten zwischen den Investmentfonds keine zusätzlichen Kosten produzieren würde und die Kunden sich außerdem kostenfrei für andere Fonds entscheiden könnten. Doch genau das ist vielen Anlegern nach dem Beratungsgespräch bei der Bank überhaupt nicht klar. Dass sie eine Wahlmöglichkeit haben und sich deshalb auch aktiv darum kümmern müssen, ist ihnen nicht bewusst. Stattdessen überlassen sie die Auswahl der Bank. Am Ende haben dann alle an der fondsgebundenen Rentenversicherung verdient, alle bis auf den Kunden. Das bestätigt auch die Stiftung Warentest, die zu dem Schluss kommt, dass die meisten fondsgebundenen Rentenversicherungen für die Verbraucher zu teuer sind.

Welche Kostenfallen sich in solchen Angeboten oft verstecken und was potenzielle Anleger unbedingt beachten sollten, bevor sie sich auf ein solches Angebot einlassen, verrät Guido Lenné im WDR-Beitrag unter: https://www.youtube.com/watch?fbclid=IwAR1uIUFpBsr58DoCrWjJyBu5YaEMKElM06izFHBly8JLP6qRyZESwEpeULc&v=mcW_K9PfwEw&feature=youtu.be.

Als Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht steht er Ihnen darüber hinaus bei sämtlichen Fragen und rechtlichen Problemen rund um das Thema Kapitalanlagen zur Verfügung. Zum Beispiel wenn Sie einem Schneeballsystem zum Opfer gefallen sind. Gerne können Sie sich in solchen Fällen in einem kostenlosen Erstgespräch beraten lassen.



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