Guido Lenné in Das Erste: PayPal im Notfall nicht erreichbar

25.09.2020, Autor: Herr Guido Lenné / Lesedauer ca. 2 Min. (51 mal gelesen)
Im Zuge der Corona-Krise hat der Online-Handel stark zugenommen. Zahlungsdienstleister wie PayPal freuen sich, denn die meisten Transaktionen werden über sie getätigt. Was aber, wenn ein Händler an das eingenommene Geld nicht herankommt oder Kundenkonten gehackt werden, der Kundenservice von PayPal aber wochenlang nicht erreichbar ist? Das ist unglücklicherweise keine Seltenheit, wie ein aktueller Fernsehbeitrag von plusminus darlegt.

In Deutschland nutzen mehr als 25 Mio. Menschen PayPal. Gerade in Corona-Zeiten stellen die Anbieter zunehmend auf den Online-Handel um. Wie das Weingut in einem aktuellen plusminus-Beitrag. Der Online-Shop fand großen Anklang und der Großteil der Kunden zahlte in der Tat per PayPal. Als der Weinhändler aber das Geld von seinem PayPal-Konto auf sein Bankkonto transferieren wollte, stellte sich heraus, dass PayPal das Geld eingefroren hatte. Der Kunden-Support war zudem wochenlang nicht erreichbar, weder per Mail oder Telefon noch über den Chat.

[b]Kann PayPal einfach Konten einfrieren?[/b]

Was konnte PayPal dazu bewogen haben, das Geld einzufrieren? plusminus fragte bei Guido Lenné, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht, nach, der dieses Problem zur Genüge kennt. Immer häufiger wenden sich Mandanten an ihn, denen es ähnlich ergangen ist. Er weiß, wie verzweifelt die Kunden sind, wenn der Zahlungsdienstleister ihr Geld nicht freigibt und auch nicht für Rede und Antwort zur Verfügung steht. „PayPal sitzt da absolut am längeren Hebel, ist sich dessen bewusst und verbessert den Kundenservice an der Stelle aus unserer Sicht nicht“, so Lenné.

Der Online-Handel ist im Laufe der Corona-Krise stetig weitergewachsen, sodass immer mehr Transaktionen über PayPal getätigt werden und der Zahlungsdienstleister laufend neue Kunden gewinnt. Der Kundenservice hingegen wurde heruntergefahren. Zu dem Fall des Weinhändlers wollte sich der Zahlungsdienstleister, auch auf Nachfrage des TV-Senders hin, nicht direkt äußern. In einer schriftlichen Nachricht wurde lediglich allgemein erklärt, dass man daran arbeite, den Kundenservice zu optimieren, aber auch die eigenen Mitarbeiter in der Pandemiesituation schützen müsse.

An dem vergeblichen Versuch der Kontaktaufnahme zum Kundenservice verzweifeln aber nicht nur die Händler, sondern auch Kunden, deren Konto scheinbar gehackt wurde und nicht nachvollziehbare Abbuchungen aufweist. Auch in diesen Fällen war eine Kontaktaufnahme mit dem Kundenservice nicht möglich. Den betroffenen Kunden blieb lediglich der Gang zur eigenen Bank, um die Buchungen stornieren zu lassen.

[b]PayPal-Konten vergleichsweise leicht zu hacken[/b]

Spezialisten für Datensicherheit bestätigen in diesem Zusammenhang, dass das Anmeldeverfahren bei PayPal nicht den aktuellen Sicherheitsstandards entspricht. Das bedeutet, dass die Kundenkonten vergleichsweise einfach gehackt werden können. Zwar ist die Zwei-Faktor-Authentifizierung bei dem Zahlungsdienstleister durchaus möglich, allerdings nicht als Standard festgelegt. Daher werden PayPal-Kunden auch häufiger Opfer von Hackerangriffen. Umso ärgerlicher, wenn PayPal dann nicht erreichbar ist.

Den TV-Beitrag mit zusätzlichen Hintergrundinformationen finden Sie hier: https://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/videos/paypal-corona-video-100.html?fbclid=IwAR1qVbaPmGA2jrC2Uyj_cwWCETRGgwHNTsdoHL2WNW2yG-iY_EW_hcDbDLg.

Kunden, die Probleme mit ihrem PayPal-Konto haben, sollten keinesfalls lange auf Antwort des Zahlungsdienstleisters warten, sondern selbst aktiv werden. Neben dem Gang zur eigenen Bank sollte zeitnah ein Anwalt zu Rate gezogen werden. Als Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht kennt sich Guido Lenné mit den Problemen bei PayPal aus und weiß, wie Verbraucher im Ernstfall am besten vorgehen. Nutzen Sie für eine Beratung einfach das kostenlose Erstgespräch in der Anwaltskanzlei Lenné.



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