Abmahnung der Lentze Stopper Rechtsanwälte im Auftrag des 1. FC Köln (GmbH & Co. KGaA) wegen unerlaubten Ticket-Weiterverkaufs

23.07.2020, Autor: Herr Carsten Herrle / Lesedauer ca. 2 Min. (1351 mal gelesen)
Abmahnung der Lentze Stopper Rechtsanwälte im Auftrag des 1. FC Köln (GmbH & Co. KGaA) wegen unerlaubten Ticket-Weiterverkaufs

Die Lentze Stopper Rechtsanwälte PartGmbB aus München vertreten die Interessen des 1. FC Köln. Kürzlich richteten sie sich mit einer Abmahnung an eine Person, welche in rechtswidriger Weise online Tickets zu einem Fußballspiel des 1. FC Köln verkauft haben soll.

Beim Kauf von Fußballtickets akzeptiert der Käufer die sogenannten Allgemeinen Ticket-Geschäftsbedingungen (kurz: ATGB). Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen beinhalten Regelungen zur Weitergabe von Tickets an andere Personen. Nach diesen ist es untersagt, die Tickets für andere Personen als für sich selbst zu nutzen und es öffentlich bei Internetauktionen oder in anderen Portalen, wie z.B. eBay, eBay Kleinanzeigen, Facebook oder viagogo zum Kauf anzubieten. Dies stehe unter Punkt 6a der ATGB des 1. FC Köln. Der Fußballclub will so kontrollieren, welche Personen Zutritt zum Fußballstadion haben. Der Ticket-Weiterverkauf sei also nicht ganz verboten, aber nur z.B. über den offiziellen Ticket-Zweitmarkt des FC Köln erlaubt.

Der Vorwurf lautet, der von der Abmahnung Betroffene habe auf der Verkaufsplattform "eBay-Kleinanzeigen" Tickets zum Kauf angeboten. Dies stelle einen Verstoß gegen die ATGB und damit eine Rechtsverletzung beim 1. FC Köln dar.

Die Lentze Stopper Rechtsanwälte fordern in der Abmahnung  zur Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung auf. Zudem wird die Zahlung eines Pauschalbetrages zur Beilegung der Sache gefordert. Bei einem weiteren Verstoß fordern die Rechtsanwälte die Zahlung einer Vertragsstrafe.

[b]Was können Sie tun, wenn Sie eine Abmahnung erhalten haben?[/b]

Sollten Sie von einer Abmahnung betroffen sein, bleiben Sie ruhig und erteilen Sie keine leichtfertigen Auskünfte. Nehmen Sie keinen Kontakt auf, unterschreiben und zahlen Sie nicht. Zunächst sollte geprüft werden, ob eine Verpflichtung überhaupt besteht. Wenn Sie auch von einer Abmahnung betroffen sein sollten, lassen Sie sich gern beraten und melden Sie sich per Mail oder Fax unter Beifügung der Abmahnung.



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